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Reformschritte zeitlich staffeln

Berlin. Es stehe derzeit nicht gut um die Krankenhäuser, auch wenn die Politik das nicht wahrhaben wolle. Das sagte Heinz Kölking, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands, VKD, im Neujahrsinterview mit der Zeitschrift Krankenhaus- Umschau (ku), dem Organ des VKD.

Die Politik unterstütze die Kliniken nicht in dem schwierigen Reformprozess, den diese zu bewältigen hätten. Es fehlten verlässliche Rahmenbedingungen, Anstrengungen würden mit neuen Abzügen „belohnt“. Kölking, der Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Rotenburg/Wümme ist, forderte, die anstehenden Reformschritte weiter zu staffeln, um so für die Krankenhäuser erst einmal Stabilität zu schaffen. Die Krankenhäuser müssten die Folgen der vielfältigen Reformen bewältigen und deshalb gleichzeitig und jetzt den Strukturwandel mit erheblichen Investitionen umsetzen. Für viele sei der Anpassungsprozess in der Konvergenz zum landeseinheitlichen Festpreis schmerzhaft genug. Er kritisierte, dass ihnen zusätzlich noch Mittel für den Sanierungsbeitrag der Kassen abgezogen werden. Die erheblichen Kostensteigerungen für Personal und Sachmittel würden nicht einmal ansatzweise über die Grundlohnrate ausgeglichen. Angesichts des letzten Jahres der DRG-Konvergenz und der Diskussionen um ein künftiges Finanzierungssystem für die Krankenhäuser sprach sich der VKD-Chef gegen einen Preiswettbewerb und gegen die Abkehr vom Kontrahierungszwang aus. Ganz abgesehen von der grundsätzlichen Kritik daran sei das derzeit nicht zu verantworten. „Wir benötigen nunmehr ein stabilisierendes Element.“ Für Rückfragen VKD-Geschäftsstelle Berlin Tel.: 030-28885912 vkdgs@vkd-online.de Pressesprecher Dr. Rudolf Hartwig, Essen rudolf.hartwig@krupp-krankenhaus.de Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt 2800 Manager in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.

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