111 Jahre - und kein bisschen leise!

Berlin/Dresden. Seit 111 Jahren engagiert sich der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) für die Krankenhäuser in Deutschland und die hier behandelten Patienten. Seit 111 Jahren ist er Sprachrohr und Berater der kaufmännischen Führungskräfte. Am 5. Juli begeht er sein 111. Jubiläum.

Gegründet wurde der VKD im Jahr 1903 in Dresden als Vereinigung der Verwaltungsvorstände der Krankenhäuser Deutschlands. Seitdem haben die Krankenhäuser eine stürmische Entwicklung genommen. Medizin und Pflege, technische und bauliche Strukturen, haben sich grundlegend verändert und mit ihnen auch die Aufgaben der Führungskräfte.  
"Gerade die vergangenen 20 Jahre haben enorme Veränderungen gebracht. Aus Krankenanstalten wurden hoch komplexe Unternehmen, aus Verwaltungsleitern Manager, die deutlich mehr Verantwortung haben, die schwierige finanzielle, organisatorische und strategische Herausforderungen bewältigen müssen", sagt VKD-Geschäftsführerin Gabriele Kirchner. Damit setze sich auch der VKD offensiv auseinander.
Immer wieder hat sich der Verband in den vergangenen Jahrzehnten neu aufgestellt. Die Änderung des Namens im Jahr 1989 war ebenfalls ein Ausdruck dafür, wie seine Mitglieder ihre neue Rolle im Krankenhaus definierten. Die Entwicklung neuer Fortbildungsangebote, das sehr frühe Engagement für Qualität in den Krankenhäusern durch Übernahme der Trägerschaft für den Qualitätspreis Golden Helix Award – den ersten Preis dieser Art im Gesundheitswesen in Deutschland, der seit Jahren aktive Einsatz für das Thema IT, u.a. als Mitgründer der Entscheiderfabrik zur Förderung eines optimalen Einsatzes von Informations- und Medizintechnik im Krankenhaus, sind überzeugender Ausdruck dafür. Der Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen und Kollegen ist ein wesentlicher Ansatz der Verbandsarbeit. Das kommt in allen diesen Aktivitäten zum Ausdruck.
Dieser Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe sei auch ein wesentlicher Grund dafür gewesen, dass nach der Wende vor 25 Jahren die kaufmännischen Leiter der Krankenhäuser in den neuen Bundesländern mit ihrem nach dem Fall der Mauer gegründeten Verband schnell und unkompliziert in den VKD aufgenommen wurden. Erfahrene  Verwaltungschefs aus dem Westen hatten damals u.a. Krankenhäuser aus dem Osten bei den notwendigen Umstellungen unterstützt.
„Gerade angesichts des Tempos, in dem sich die Gesundheitswirtschaft insgesamt entwickelt und verändert, ist ein starker Verband zudem sehr wichtig, der auch gesundheitspolitisch Einfluss nehmen kann, der staatlichen und politischen Entscheidungsträgern die Sicht des Managements überzeugend verdeutlicht. Diese Sicht ist die der Praxis, die Sicht derjenigen, die vor Ort gemeinsam mit den Beschäftigten Gesetze und Verordnungen umsetzen und die Auswirkungen auf die Patienten unmittelbar erleben“, verweist Gabriele Kirchner auf die gesundheitspolitische Rolle des VKD.

Auch international haben sich die Aktivitäten des Verbandes in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Als eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Vereinigung der Krankenhausdirektoren (EVKD) engagiert er sich für Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene. In diesem Jahr richtet er den 25. Kongress der EVKD aus, der vom 10. bis 13. September in Berlin stattfindet. Dazu erwartet der Verband rund 600 Teilnehmer aus dem In- und Ausland.

Kontakt
VKD-Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030-28885912
vkdgs@vkd-online.de

Pressesprecher Peter Asché
Kfm. Direktor Universitätsklinikum Aachen
Tel:  0241 8088000
pasche@ukaachen.de

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.500 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de