Die Sache mit dem Durchschnitt Im Durchschnitt war der Teich 60 Zentimeter tief – und trotzdem ist die Kuh ertrunken.

Berlin, d. 9. April 2014.Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nimmt die durchschnittliche Belegung von Krankenhausbetten in Deutschland von rund 77 Prozent zum Anlass, in der Süddeutschen Zeitung hier massive Streichungen zu erwägen.


 „Wir hoffen, dass es bei der Erwägung bleibt“, sagt dazu der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Dr. Josef Düllings. Vielleicht könnte auch der Besuch eines überbelegten Krankenhauses während einer Grippewelle zur Erleuchtung beitragen.“
Krankenhäuser haben Leistungsspitzen zu bewältigen und müssen auch für Katastrophenfälle und eventuell ausbrechende Epidemien vorbereitet sein. Belegungsstatistiken sagen hierüber nichts aus. Dr. Düllings: „Es wäre ein enormes Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung, hier Durchschnittswerte zur Grundlage von Entscheidungen zu machen.“ Die Vorsorge-Kapazitäten für solche Krisen seien ohnehin schon jetzt nicht ausreichend vorhanden. Auch hier müsse erneut auf die seit Jahren durch die Länder nicht ausreichend bereitgestellten Investitionsmittel durch die Länder verwiesen werden, deren Aufgabe die Daseinsvorsorge für die Bürger auch für diese Fälle sei.

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