Entscheiderfabrik - die nächste Runde Die fünf IT-Schlüsselthemen dieses Jahres stehen fest

Berlin/Düsseldorf. 12.02.2014 Auch in diesem Jahr arbeiten IT-Experten aus Krankenhäusern wieder gemeinsam mit IT-und Beratungsunternehmen an insgesamt fünf innovativen IT-Projekten. Der Startschuss für den neuen "Produktionszyklus" der Entscheiderfabrik, in der es um Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz in Krankenhäusern geht, fiel, wie seit sieben Jahren, auf dem Entscheider-Event am 5. und 6. Februar in Düsseldorf. Wesentlicher Partner und einer der Gründungsverbände der Entscheiderfabrik ist der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). VKD-Präsident Dr. Josef Düllings machte vor den rund 250 Teilnehmern zur Eröffnung der Veranstaltung die Erwartungen deutlich, die in den Krankenhäusern an IT-Lösungen gestellt werden. Angesichts des hohen Rationalisierungsdrucks, dem die Häuser ausgesetzt seien, stelle sich u.a. die Frage nach den Möglichkeiten, mit Hilfe der IT Lösungen zu finden, die Mitarbeiter entlasten könnten. Er verwies aber auch auf die seit Jahren kontinuierlich zurückgefahrenen Investitionsmittel der Länder, die dazu führten, dass die Krankenhäuser auch notwendige Entscheidungen für moderne IT-Lösungen immer wieder verschieben müssten. "Vielleicht sollten wir von der Politik ganz speziell für diesen wichtigen Bereich mehr Investitionsmittel fordern", so seine Überlegung.

Die Systematik der Projektarbeit aus Entscheider-Event mit Wahl der zu bearbeitenden Projekte, Sommercamp, Vorstellung der erarbeiteten Lösungen auf dem Deutschen Krankenhaustag und der Medica sowie in anderen Veranstaltungen habe sich seit Gründung der Entscheiderfabrik vor acht Jahren bewährt und sei immer weiter verfeinert worden, resümierte Dr. Pierre-Michael Meier, stellvertretender Sprecher des Rats der Initiative für Unternehmensführung & IT-Service-Management im Gesundheitswesen (IuiG).

Peter Löbus, Vertreter des VKD im IuiG-Rat und Sprecher des Rates, verwies auf das stetig wachsende Interesse an der Entscheiderfabrik. So seien im vergangenen Jahr 25 Förderer hinzugekommen. Insgesamt sind es inzwischen 80 Verbände und Unternehmen, die sich an der Entscheiderfabrik beteiligen.

Auf dem diesjährigen Entscheider-Event wurden, wie es ebenfalls Tradition ist, die Ergebnisse des vergangenen Jahres nochmals resümiert und ausgezeichnet. Danach stellten die 12 Finalisten des Call for Partizipation 2013 aus Unternehmen, Beratungsgesellschaften und Krankenhäusern, ihre Projektvorschläge für dieses Jahr vor. Dabei ging es um ganz aktuelle Probleme und Fragen, wie die Unterstützung Sektor übergreifender, regionaler Versorgung, die Optimierung von Dokumentations- und Abrechnungsprozessen, personalisierte, mobile IT-Nutzung, Web-basierte Lösungen und auch IT-Controlling.

Aus den Vorschlägen wählten dann die Teilnehmer aus Krankenhäusern ihre fünf Favoriten, die in den kommenden Monaten in gemeinsamer Projektarbeit von den vorschlagenden Unternehmen und Krankenhäusern, die sich erfolgreich für eine Teilnahme beworben haben, bearbeitet werden.

Peter Löbus bewertete abschließend vor der Fachpresse die Inhalte der eingereichten Projektthemen, ihre Aktualität und den Praxisbezug als sehr beeindruckend. Die Kooperation zwischen Krankenhäusern und Unternehmen werde immer konstruktiver. Die Projekte seien inzwischen deutlich besser an den Anforderungen Kliniken ausgerichtet. Das diene der Zukunftssicherung der Häuser und der Versorgung ihrer Patienten. Er verwies darauf, dass durch den Entscheider-Event auch eine neue Art von Wettbewerb entstanden sei, der nicht gegeneinander, sondern um die besten Ergebnisse geführt werde.

Das Fazit insgesamt war: Die Palette der Projekte sei nochmals breiter geworden, die Qualität erneut besser. Es gebe kein vergleichbares Forum. In der Zukunft gelte es, auch Pflege und Rehabilitation stärker einzubeziehen und der Evaluation der Projekte noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Für die Krankenhäuser, die an der Bearbeitung eines der Schlüsselthemen beteiligt sind, bedeutet dies, dass sie für ein Jahr ein für sie wichtiges Thema gemeinsam mit den Experten aus IT-Unternehmen, Beratungsgesellschaften, gegebenenfalls weiteren IT-Experten anderer Kliniken zum Nutzen des Hauses bearbeiten können, ohne dass ihnen – außer den Personalkosten – weitere Kosten entstehen.

Die fünf IT-Schlüsselthemen des Jahres 2014, die in den kommenden Monaten bearbeitet werden:

„IHE-konforme klinische Apps – Neue Freiheitsgrade für die personalisierte, mobile IT-Nutzung im klinischen Umfeld“ – bearbeitet von einem Team aus dem Berliner Klinikunternehmen Vivantes, dem Klinikum Stuttgart, dem Universitätsklinikum RWTH Aachen, Lohmann & Birkner, com2health, Synagon

„KIS – Kaum Informationen Sichtbar? Patientendaten prozessoptimiert dargestellt!“ – bearbeitet von einem Team aus Universitätsklinikum Münster, St. Elisabeth Hospital Herten, edia.con, uhb consulting AG, Voseler Consulting

„IT-Controlling als Wegbereiter vom reinen Cost-Center zum strategischen Service-Center“ – bearbeitet von einem Team aus TIP Group, Städt. Kliniken Neuss Lukaskrankenhaus, Klinikum Oldenburg, Klinikum Stadt Soest, Klinikum St. Marien Amberg, Sanovis

„KlinikNet 2.0 – das webbasierte Kliniknetzwerk. WER braucht WAS zu welchem ZWECK? – bearbeitet von einem Team aus effective Webwork, Fachhochschule Aalen, BG Unfallklinik Frankfurt am Main, LVR Klinik Langenfeld, Fact IT St. Franziskus Stiftung Münster, proKlinik Beratung

„Optimierung von Dokumentations- und Abrechnungsprozessen durch computergestützte Kodierung (Computer-assisted coding CAC)“ – bearbeitet von einem Team aus 3M, promedtheus, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal

Alle zwölf vorgestellten Themen sowie weitere Informationen unter www.entscheiderfabrik.de.

Das diesjährige Sommercamp zur intensiven gemeinsamen Projektarbeit findet am 23. und 24. Juni bei der DMI GmbH & Co. KG in Münster statt. DMI ist ein förderndes Unternehmen der Entscheiderfabrik.

Kontakt
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Pressesprecher Peter Asché
Kfm. Direktor Universitätsklinikum Aachen
Tel:  0241 8088000
pasche@ukaachen.de

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.500 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de