Ideen für die Gesundheitsversorgung von morgen gefragt VKD-Pressemeldung

56. Jahrestagung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) in Dresden Berlin/Dresden, d. 25. April 2013. Die Krankenhäuser sind und bleiben der zentrale und verlässlichste Teil der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Sie werden sich aber weiter verändern müssen, um die künftigen Herausforderungen meistern zu können. Über diese notwendigen Veränderungen, aber auch über die Erwartungen an die Politik in Bund und Ländern, diskutieren heute und morgen 120 Krankenhausmanager aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Zukunft der Gesundheitsversorgung und die Rolle der Krankenhäuser darin steht im Mittelpunkt der 56. Jahrestag des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) in Dresden.

Die Krankenhäuser tun bereits sehr viel, um den Notwendigkeiten zu entsprechen, die sich zum Beispiel aus der demografischen Entwicklung ergeben. Der Personalmangel ist ebenfalls ein großes Problem, vor allem im ärztlichen  Bereich, das sie mit guten Konzepten zu lösen versuchen. Ständige Aufgabe bleibt, auf der Höhe des wissenschaftlichen und medizinisch-technischen Fortschritts zu sein. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ebenfalls ein zunehmend wichtiges Thema.

„Die größte Herausforderung aber ist inzwischen die sich immer weiter öffnende Schere zwischen steigenden Kosten und deren völlig unzureichender Gegenfinanzierung“, sagt VKD-Präsident Dr. Josef Düllings“ Seit Jahren kämpfen die Kliniken damit. Hier ist die Politik in Bund und Ländern gefragt, denn es geht um Entscheidungen, die das Finanzierungssystem der Krankenhäuser betreffen, das an seine Grenzen gekommen ist. „Für ein Krankenhaus – unabhängig davon, ob es einen kommunalen, freigemeinnützigen oder privaten Träger hat – gibt es immer nur eine begrenzte Palette von Möglichkeiten, zu rationalisieren und Reserven zu erschließen. Die Krankenhäuser haben hier in der Vergangenheit schon sehr viel auf den Weg gebracht, ohne nach einer Gegenfinanzierung zu rufen. Doch nun ist für viele das Ende der Fahnenstange erreicht“

Die Politik hat das offenbar endlich erkannt. Das zeigt sie mit ihrem Sofortprogramm zur Linderung der akuten Finanznot der Kliniken. Alle Parteien machen sich im Vorfeld der Bundestagswahl im September außerdem Gedanken darüber, wie ein künftiges Gesundheitssystem aussehen könnte. Der Verband der Krankenhausdirektoren begrüßt das ausdrücklich. Um den notwendigen Wandel mit zu gestalten, suchen die Mitglieder in allen Landesgruppen das Gespräch mit den Abgeordneten, mit Landes- und Kommunalpolitikern. „Wir bringen in diese Gespräche unsere Ideen und Vorstellungen ein und möchten damit auch erreichen, dass ohne ideologische Scheuklappen, an der Sache orientiert, Lösungen für die Weiterentwicklung des Systems gefunden werden.
Gerade die regionale Ebene ist dabei wichtig, denn es werden für unterschiedliche Bedingungen auch unterschiedliche Lösungen gebraucht“, betont Dr. Josef Düllings.  Erneut forderte der VKD-Chef Politiker in Bund, Ländern, Landkreisen und Kommunen zum intensiven Dialog mit dem Krankenhausmanagement auf.

Auch im Rahmen der Jahrestagung wird es eine Diskussion mit Politikern der Parteien geben. Das Motto der Konferenz: Gesundheitsversorgung von MORGEN – WIR haben die Wahl!


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Kfm. Direktor Universitätsklinikum Aachen
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Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.500 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de