Kein Spielraum für Tarifsteigerungen

Berlin. Es gibt keinen nennenswerten Spielraum für weitere Gehaltssteigerungen der Klinikärzte in diesem Jahr. Darauf verweist die Geschäftsführerin des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Gabriele Kirchner, bereits vor Beginn der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte in kommunalen Krankenhäusern.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatte Ende 2007 eine differenzierte Einkommenssteigerung von im Durchschnitt 10,19 Prozent sowie eine sofortige Anhebung der Ostgehälter auf Westniveau gefordert und diese Forderung am 9. Januar nochmals bekräftigt.

Die Möglichkeit für Preiserhöhungen sei bei den Krankenhäusern nur minimal über Null, erklärt dagegen der Verband der Krankenhausmanager. Durch die Gesundheitsreform sowie andere Regelungen sei bei den Krankenhäusern bereits eine Deckungslücke von rund zwei Mrd. Euro entstanden. Die VKD-Geschäftsführerin erinnerte daran, dass die Tariferhöhungen der Krankenhausärzte vom vorigen Jahr nun mit rund 1,5 Mrd. Euro jährlich zu Buche schlagen. Angesichts dessen jetzt erneut 10 Prozent mehr zu fordern, blende die Realität der Krankenhäuser aus.

Es sei allerdings bitter, zu sehen, dass in vielen anderen Branchen die Beschäftigten am wirtschaftlichen Aufschwung profitieren, die Mitarbeiter in den Krankenhäusern aber nicht daran beteiligt werden. Die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an die Politik nach einer Revision der Kürzungsbeschlüsse und nach auskömmlichen Refinanzierungsmöglichkeiten für die Krankenhäuser wird daher vom VKD unterstützt.

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