Sparen auf dem Rücken der Versicherten und der Krankenhäuser VKD-Pressemeldung

Berlin. Finanzminister Wolfgang Schäuble bedient sich am Geld der Versicherten. "In den Krankenhäusern müssen wir wieder einmal konstatieren, dass auf Zusagen der Politik nur sehr selten Verlass ist", stellt Peter Asché, Pressesprecher des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) fest.

Um den Bundeshaushalt zu sanieren, sollen die Zahlungen an die Krankenkassen deutlich gekürzt werden - im kommenden Jahr werden sie 2,5 Mrd. Euro weniger erhalten als vereinbart, im Jahr darauf sogar 3,5 Mrd. Euro. Gesundheitsfonds als Sparbüchse  der Politik.

„Dafür ist das Geld im Fonds nicht gedacht. Es soll für die Versorgung von Patienten eingesetzt werden. Dass die Krankenhäuser mehrheitlich in einer finanziell prekären Situation sind, weil Bund und Länder sich nicht auf Regelungen für eine auskömmliche Finanzierung einigen können, scheint keine Rolle zu spielen. Die Politik hat den Krankenhäusern mit zahlreichen gesetzlichen Regelungen der vergangenen Jahre immer neue Lasten aufgebürdet, die ihnen nur zu einem geringen Teil bezahlt werden. Jetzt entzieht sie dem Gesundheitssystem erneut Geld, ohne jede Rücksicht auf die Folgen für Versicherte, Patienten und nicht zuletzt auch die ohnehin bereits enorm belasteten  Mitarbeiter der Krankenhäuser, die das am Ende zu kompensieren haben“, konstatiert Asché empört.

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Pressesprecher Peter Asché
Kfm. Direktor Universitätsklinikum Aachen
Tel:  0241 8088000
pasche@ukaachen.de


Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.500 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de