VKD: Alle Patienten sollten die freie Arztwahl haben VKD-Pressemeldung

Berlin, den, 03.02.2014. "Die Politik stößt bei uns offene Türen auf, wenn sie die Wartezeiten auf einen Termin beim Facharzt begrenzen und danach auch eine ambulante Behandlung im Krankenhaus ermöglichen will", erklärt der Pressesprecher des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD, Peter Asché. "Das Krankenhausmanagement fordert seit langem - eigentlich seit vielen Jahren - auch gesetzlich Versicherten die Wahlfreiheit zuzugestehen, die privat Versicherte schon immer haben: Sich ihren Arzt zu wählen, unabhängig davon, wo er praktiziert."


Schon heute suchten Patienten, die eigentlich eine ambulante fachärztliche Behandlung benötigten, oft mangels Alternative die Notaufnahmen der Krankenhäuser auf. „Eine organisierte Terminvergabe würde auch für uns hier die Situation entspannen“, so Asché, der Chef des Universitätsklinikums Aachen ist. Allerdings sei in diesem Zusammenhang auf die dann zwingend zu lösende Frage der Finanzierung hinzuweisen. „Wenn die Fachärzte unserer Krankenhäuser künftig auch diese uns überwiesenen Patienten ambulant behandeln, müssen ihre Leistungen endlich fair vergütet werden. Fair bedeutet: Maßstab sind die Honorare der niedergelassenen Fachärzte – zumal die Kliniken eine exzellente Infrastruktur vorhalten. Derzeit setzen sie bei ambulanten Leistungen regelmäßig zu und belasten ihre stationären Budgets zum Teil in erheblichem Maße.“ Bereits jetzt erhalten jährlich rund 20 Millionen Patienten aus unterschiedlichsten Gründen in den Krankenhäusern eine ambulante Behandlung.

Asché bedauerte in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Umsetzung der schon heute gesetzlich verankerten ambulanten spezialärztlichen Versorgung durch Krankenhäuser seit bereits zwei Jahren auf Eis liegt. „Hier gibt es ein Zulassungsmoratorium, das der Gesetzgeber und der Gemeinsame Bundesausschuss sehr schnell auflösen sollten. Die davon betroffenen Krebs- Rheuma- und Herzpatienten warten darauf, die Krankenhäuser stehen bereit. Hier schnell eine Lösung zu finden, würde dokumentieren, dass es bei dem Ziel, Wartezeiten zu begrenzen, nicht um Populismus, geht, sondern dass sich die Regierungskoalition ernsthaft bemüht.“

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Pressesprecher Peter Asché
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Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.500 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeein-richtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de