VKD: "Düsseldorf war ein voller Erfolg" 38. Deutscher Krankenhaustag zeigte aber auch: Die Politik bleibt in der Pflicht

Berlin/Düsseldorf. Eine überaus positive Bilanz des 38. Deutschen Krankenhaustages zieht der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) nach Abschluss der viertägigen Großveranstaltung vom 16. bis 19. November in Düsseldorf. Als wichtiges Zeichen an die Branche sei die Teilnahme von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe an der Eröffnung zu werten, so die Einschätzung des VKD-Präsidenten, Dr. Josef Düllings. "Wir sind aber auch sehr zufrieden mit der guten Resonanz auf die einzelnen Veranstaltungen, speziell auf unser neues Format, das VKD-Forum, das sich mit dem 'Management im Risiko' beschäftigte", bestätigt auch VKD-Pressesprecher Dr. Falko Milski.

Der Deutsche Krankenhaustag findet jährlich parallel zur weltgrößten Gesundheitsmesse Medica statt. Der Verband als Mitveranstalter präsentierte sich nicht nur wieder mit einem repräsentativen Stand, der seit vielen Jahren beliebter Treffpunkt der Führungskräfte von Kliniken ist. Mitglieder des VKD prägten zudem viele Einzelveranstaltungen durch ihre Vorträge mit. 
Rund 1.900 Teilnehmer aus Krankenhäusern und Bundespolitik besuchten die Veranstaltungen des 38. Deutschen Krankenhaustags, der wichtigsten Plattform für die deutschen Krankenhäuser. Sie nutzten außerdem die Möglichkeit, sich in den Messehallen über die neuesten Produkte und Dienstleistungen für ihren Bereich zu informieren und mit Ausstellern zu sprechen.

Wieder näher am Patienten
VKD-Präsident Dr. Josef Düllings griff vor der Presse das Hauptthema des Krankenhaustages "Reform 2015 - vom Patienten her gedacht" auf. Er erklärte, das gerade vom Bundestag beschlossene Krankenhausstrukturgesetz sei ein erster wichtiger Schritt hin zu einer Versorgung, die wieder näher am Patienten ist. Ärzte, Pflegende und Kliniken würden dabei unterstützt, die bislang hochwertige Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Der VKD begrüße, dass das Bewusstsein in der Gesellschaft für bestmögliche Qualität, bestmögliche Fehlervermeidung und die patientennahe Versorgung gestiegen sei. Diese steigenden Ansprüche würden auch zu einer Aufwertung von Medizin und Pflege, Ausbildung und Beschäftigung in den Gesundheitsberufen sowie der Kliniken als regionale Wirtschaftsfaktoren führen. Er erneuerte aber auch die Kritik des Krankenhausmanagements an der Politik in Bund und Ländern, die das größte Problem leider wieder nicht in Angriff genommen hätte: Die Neuordnung der Investitionsfinanzierung. "Das bleibt auf der Tagesordnung", sagte er mit Verweis auf die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen in fünf Bundesländern und anschließend 2017 zum Bundestag.

IT im Fokus
Der stark frequentierte Stand des VKD war in diesem Jahr direkt neben dem Stand der Entscheiderfabrik platziert, an der er als Gründungsmitglied maßgeblich beteiligt ist. So war auch während der vier Messetage ein reger Austausch der jeweiligen Besucher möglich. Ein wichtiges Ziel der Entscheiderfabrik ist es, den Nutzen der IT für die Unternehmensführung an praktischen Projekten zu zeigen. Die Projekte dieses Jahres wurden im Rahmen des Krankenhaustags ausführlich vorgestellt. In diesem Jahr gab es erstmals eine "Young Professional und StartUp Session". Sie soll dazu beitragen, dem innovativen Nachwuchs im IT-Bereich einen Zugang zu Krankenhäusern und Firmen zu ermöglichen. Den Preis "Unternehmens-/Klinikführer 2015" vergaben die Vertreter der 24 fördernden Verbände unter Leitung von VKD-Vizepräsident Peter Asché und dem Mitinitiator und langjährigen Begleiter der Entscheiderfabrik, Peter Löbus, an Dr. Brunhilde Seidel-Kwem und ihr Team vom Universitätsklinikum Jena.

Ehrenmitglieder ernannt
Im Rahmen des Krankenhaustags fand auch die Mitgliederversammlung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands statt. Robert Schmeiser, langjähriges Mitglied des VKD-Präsidiums und 2. Vizepräsident des Verbandes, Bernhard Unkel, ebenfalls langjähriges Präsidiumsmitglied und Schatzmeister des VKD, Walter Vorndran, viele Jahre Mitglied im Vorstand der Landesgruppe Bayern und heute u.a. Mitglied in der Arbeitsgruppe "Young Silver", sowie Josef Wieder, 1990 Gründungsmitglied des Verbandes der Krankenhaus-Verwaltungsdirektoren der DDR, der sich bald darauf mit dem bundesdeutschen Verband zusammenschloss, wurden zu Ehrenmitgliedern des VKD ernannt.

Kontakt
VKD-Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030-28885912
vkdgs@vkd-online.de

Pressesprecher Dr. Falko Milski
Geschäftsführer
Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH

Telefon:  03821 700100
E-Mail:  f.milski@bodden-kliniken.de


Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt mit rund 2.350 Mitgliedern das Management fast aller deutschen Krankenhäuser einschließlich der Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen. Er versteht sich als Ansprechpartner insbesondere in Fragen der Krankenhauspraxis und des Klinikmanagements. www.vkd-online.de