VKD-Landesgruppe Nord 18. Norddeutsche Gesundheitstage auf der Strecke Kiel - Oslo - Kiel

Kiel. Das Generalthema der 18. Norddeutschen Gesundheitstage war doppeldeutig: "Führungskräfte auf hoher See, die Zukunft im Blick". Tatsächlich hatten sich die beteiligten Verbände - die Landesgruppe Nord des VKD, der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands und der Verband Pflegemanagement Schleswig-Holstein - in diesem Jahr aufs Wasser begeben. Die rund 100 Teilnehmer tagten an Bord der "Color Fantasy" auf der Strecke Kiel - Oslo - Kiel. Die Vorträge und Diskussionen nahmen von hier aus die Zukunft in den Blick.

18.-Norddeutsche-Gesundheitsstage-2017

Am ersten Tag ging es um die künftigen Krankenhausstrukturen. Als Key-Note-Speaker beschäftigte sich Franz Josef Radermacher, Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, mit dem Gesundheitswesen der Zukunft.

Die Veränderungen, die auch den Krankenhäusern bevorstehen, werden sich natürlich auf die Führungsstrukturen auswirken. In der Podiumsdiskussion zu dieser spannenden Frage positionierten sich VKD-Präsident Dr. Josef Düllings, Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, Präsident des VLK, Christian de la Chaux, Vorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement, Landesgruppe Schleswig-Holstein, sowie die Führungskräftetrainerin Jo B. Nolte, die auf das Thema Frauen in Führungspositionen spezialisiert ist.

Christian de la Chaux, Pflegedirektor des Friedrich-Ebert Krankenhauses, brachte dabei nicht nur die besonderen Belange der Pflege eindrucksvoll zum Ausdruck. Er konstatierte auch: „Der berufsgruppenübergreifende Austausch zwischen Pflege, Ärzten und Management ist in Schleswig-Holstein intensiver als in anderen Bundesländern. Dies schafft eine gemeinsame Position, die wir gerade auch für den wachsenden Pflegenotstand in den Krankenhäusern gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit sehr dringend brauchen.“

Am zweiten Tag ging es vor allem um die aktuellen Fragen – Risikomanagement, Compliance sowie Informationen und Argumentationen aus den Landeskrankenhausgesellschaften Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die gemeinsame Arbeit in der Landeskrankenhauskonferenz ist geprägt durch kollegiales Miteinander. Die Vertreter der drei Verbände haben mit viel Elan den neuen Veranstaltungsrahmen entwickelt und die 18. Norddeutschen Gesundheitstage gemeinsam vorbereitet. Der Erfolg: Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz im Kongressbereich besetzt. Kerstin Ganskopf betonte, Dr. Arthur Friedrich (VLK SH) sei für die Organisation mit seinem unerschütterlichem Optimismus der eigentliche Motor des Kongresses gewesen. Trotz Schlüsselbein- und Rippenbruch eine Woche vor Abfahrt sei er doch mit an Bord gekommen.

Kerstin Ganskopf
Vorsitzende VKD-Landesgruppe Nord

Landesgruppe-Nord---Vorstand_Neuwahl_2017

Alt und Neu :  Vorstandswahlen im VKD Nord

Im Rahmen der 18. Norddeutschen Gesundheitstage fand auch die Mitgliederversammlung der VKD-Landesgruppe Nord und damit die Neuwahl für frei gewordene Vorstandspositionen statt.

Zu den Vorstandsmitglieder Kerstin Ganskopf (Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin) als Vorsitzende, Bernhard Ziegler (Klinikum Itzehoe), Michael Stark (Röpersberg Gruppe Ratzeburg) und Wolfgang Hauschildt (Stiftung Diakoniewerk Kropp) wurden neu in das Gremium gewählt:

Christian von der Becke (Klinikum Nordfriesland, Niebüll), Gerald Meyes, (Klinik Dr. Winkler, Husum), Hans-Martin Kuhlmann (Krankenhaus Jerusalem, Hamburg), sowie Jürgen Marx (Kiel) als assoziiertes Vorstandsmitglied für den Bereich Fort- und Weiterbildung.

„Wir freuen uns, dass nun Vertreter aus allen Versorgungsstufen - vom Belegkrankenhaus über Fachkliniken, Psychiatrien, Häusern der Grund- und Regelversorgung bis zum Schwerpunktkrankenhaus – im Vorstand mitarbeiten. Jedes Vorstandsmitglied ist gleichzeitig auch Leiter der Fachgruppe ‚seiner‘ Versorgungsstufe, so dass der Austausch auf fachlicher Ebene, den wir im VKD leben, sehr intensiv ist“, erklärte Kerstin Ganskopf. Ganz persönlich freue sie sich aber auch, dass es dadurch auch eine gemeinsame Plattform für eine trägerübergreifende Struktur gibt, die von privaten über kommunale bis hin zu freigemeinnützigen Trägerverbünden reiche. „Wir finden im Austausch untereinander viel mehr gemeinsame Herausforderungen für das Krankenhausmanagement als Positionen, die uns trennen.“ Neben diesen guten Rahmenbedingungen sei der Austausch mit diesen engagierten Mitgliedern sehr kollegial und mache Spaß, so die Landesgruppenvorsitzende. 

Lesen Sie hier die Eröffnungsrede "Die Welt der Zukunft"»