Newsletter KW 15: 18. Norddeutsche Gesundheitstage auf der Strecke Kiel - Oslo - Kiel: Führungskräfte auf hoher See, die Zukunft im Blick

18. Norddeutsche Gesundheitstage auf der Strecke Kiel - Oslo - Kiel: Führungskräfte auf hoher See, die Zukunft im Blick | Fortbildungen | Patientensicherheit in Zahlen: Gemeinsame Pressekonferenz der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Ecclesia Gruppe

Kiel. Das Generalthema der 18. Norddeutschen Gesundheitstage war doppeldeutig: „Führungskräfte auf hoher See, die Zukunft im Blick“. Tatsächlich hatten sich die beteiligten Verbände – die Landesgruppe Nord des VKD, der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands und der Verband Pflegemanagement Schleswig-Holstein - in diesem Jahr aufs Wasser begeben. Die rund 100 Teilnehmer tagten an Bord der „Color Fantasy“ auf der Strecke Kiel – Oslo – Kiel. Die Vorträge und Diskussionen nahmen von hier aus die Zukunft in den Blick.

Am ersten Tag ging es um die künftigen Krankenhausstrukturen. Als Key-Note-Speaker beschäftigte sich Franz Josef Radermacher, Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, mit dem Gesundheitswesen der Zukunft.

Die Veränderungen, die auch den Krankenhäusern bevorstehen, werden sich natürlich auf die Führungsstrukturen auswirken. In der Podiumsdiskussion zu dieser spannenden Frage positionierten sich VKD-Präsident Dr. Josef Düllings, Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, Präsident des VLK, Christian de la Chaux, Vorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement, Landesgruppe Schleswig-Holstein, sowie die Führungskräftetrainerin Jo B. Nolte, die auf das Thema Frauen in Führungspositionen spezialisiert ist.

Christian de la Chaux, Pflegedirektor des Friedrich-Ebert Krankenhauses, brachte dabei nicht nur die besonderen Belange der Pflege eindrucksvoll zum Ausdruck. Er konstatierte auch: „Der berufsgruppenübergreifende Austausch zwischen Pflege, Ärzten und Management ist in Schleswig-Holstein intensiver als in anderen Bundesländern. Dies schafft eine gemeinsame Position, die wir gerade auch für den wachsenden Pflegenotstand in den Krankenhäusern gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit sehr dringend brauchen.“

Am zweiten Tag ging es vor allem um die aktuellen Fragen – Risikomanagement, Compliance sowie Informationen und Argumentationen aus den Landeskrankenhausgesellschaften Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die gemeinsame Arbeit in der Landeskrankenhauskonferenz ist geprägt durch kollegiales Miteinander. Die Vertreter der drei Verbände haben mit viel Elan den neuen Veranstaltungsrahmen entwickelt und die 18. Norddeutschen Gesundheitstage gemeinsam vorbereitet. Der Erfolg: Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz im Kongressbereich besetzt. Kerstin Ganskopf betonte, Dr. Arthur Friedrich (VLK SH) sei für die Organisation mit seinem unerschütterlichem Optimismus der eigentliche Motor des Kongresses gewesen. Trotz Schlüsselbein- und Rippenbruch eine Woche vor Abfahrt sei er doch mit an Bord gekommen.

Alt und Neu : Vorstandswahlen im VKD Nord

Im Rahmen der 18. Norddeutschen Gesundheitstage fand auch die Mitgliederversammlung der VKD-Landesgruppe Nord und damit die Neuwahl für frei gewordene Vorstandspositionen statt.

Zu den Vorstandsmitglieder Kerstin Ganskopf (Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin) als Vorsitzende, Bernhard Ziegler (Klinikum Itzehoe), Michael Stark (Röpersberg Gruppe Ratzeburg) und Wolfgang Hauschildt (Stiftung Diakoniewerk Kropp) wurden neu in das Gremium gewählt:

Christian von der Becke (Klinikum Nordfriesland, Niebüll), Gerald Meyes, (Klinik Dr. Winkler, Husum), Hans-Martin Kuhlmann (Krankenhaus Jerusalem, Hamburg), Wolfgang Hauschildt (Stiftung Diakoniewerk Kropp) sowie Jürgen Marx (Kiel) als assoziiertes Vorstandsmitglied für den Bereich Fort- und Weiterbildung.

„Wir freuen uns, dass nun Vertreter aus allen Versorgungsstufen - vom Belegkrankenhaus über Fachkliniken, Psychiatrien, Häusern der Grund- und Regelversorgung bis zum Schwerpunktkrankenhaus – im Vorstand mitarbeiten. Jedes Vorstandsmitglied ist gleichzeitig auch Leiter der Fachgruppe ‚seiner‘ Versorgungsstufe, so dass der Austausch auf fachlicher Ebene, den wir im VKD leben, sehr intensiv ist“, erklärte Kerstin Ganskopf. Ganz persönlich freue sie sich aber auch, dass es dadurch auch eine gemeinsame Plattform für eine trägerübergreifende Struktur gibt, die von privaten über kommunale bis hin zu freigemeinnützigen Trägerverbünden reiche. „Wir finden im Austausch untereinander viel mehr gemeinsame Herausforderungen für das Krankenhausmanagement als Positionen, die uns trennen.“ Neben diesen guten Rahmenbedingungen sei der Austausch mit diesen engagierten Mitgliedern sehr kollegial und mache Spaß, so die Landesgruppenvorsitzende. 

Lesen Sie hier die Eröffnungsrede "Die Welt der Zukunft"» 

Kontakt:

Kerstin Ganskopf
Vorsitzende der VKD-Landesgruppe Nord

Telefon: 04521 802406
E-Mail: ganskopf@sek-eutin.de

Fortbildungsveranstaltung für Küchenleiter

Die VKD-Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland lädt Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Donnerstag, den 27. April 2017 in Kaiserslautern zur jährlichen Fortbildung für Kirchenleiter ein. 

Themenblöcke:

  • Fokussieren statt Multitasken
  • Management-/Beratungsvertrag mit einem Caterer unter Berücksichtung der Verpflegungssysteme

Den Ablauf und Inhalt der Fortbildungsveranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm.

Die Lehrgangsgebühren betragen inkl. Pausengetränke und Imbiss für:

VKD-Mitglieder: 100,- EUR
Nichtmitglieder: 200,- EUR
Firmenvertreter: 600,- EUR

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Einladungsschreiben. Für die Anmeldung nutzen Sie bitte das Formular.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Herr Peter Förster, Telefon: 0631 2031230, E-Mail: vkd@westpfalz-klinikum.de


Nutzen Sie bitte für sich und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Lehrgangsangebote der VKD-Landes- und Fachgruppen.


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Patientensicherheit in Zahlen

Gemeinsame Pressekonferenz der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Ecclesia Gruppe

Auswertung der repräsentativen Langzeitstudie der Ecclesia Gruppe zeigt: Schadenfälle in den Krankenhäusern gleichbleibend niedrig im Promillebereich

Berlin, 11. April 2017 - Trotz gestiegener Anforderungen ist die Zahl der Schadenfälle in den Krankenhäusern über Jahre hinweg nahezu gleich auf einem extrem niedrigem Niveau geblieben. Wie eine repräsentative Langzeitauswertung der Ecclesia Gruppe zwischen 1966 und 2014 zeigt, wurden bei ca. 330 Millionen Behandlungen im Zeitraum von 19 Jahren rund 116.000 Entschädigungen registriert. Das entspricht einer Quote von 0,36 Promille.

„Auffällig ist, dass gerade in der Geburtshilfe die Zahl der Ansprüche und noch deutlicher die Zahl der berechtigten Ansprüche zurückgeht“, erklärt Manfred Klocke, Hauptgeschäftsführer der Ecclesia Gruppe. 70 Prozent der Entschädigungsfälle seien zwischen Geschädigten und Versicherern außergerichtlich vereinbart worden. Die Zahlen machten deutlich, dass die immer wieder behauptete Flut an Behandlungsfehlern nichts mit der Realität zu tun habe.

„Wir lernen aus unseren Fehlern und tragen so dazu bei, in Zukunft noch besser zu werden“, stellt Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), fest. Auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser attestieren den Kliniken zu 99,9 Prozent gute Qualität und bescheinigen ihnen eine Vorreiterschaft in Sachen Transparenz und Qualität. „Patientensicherheit wird in unseren Krankenhäusern großgeschrieben“, resümiert Baum.

Dass die Zahl der Behandlungsfehler seit 1996 trotz deutlich gesteigerten Patientenzahl (von 16,2 auf 19,2 Millionen) kaum gestiegen sei, sei den aktiven Bemühungen der Krankenhäuser um Qualität sowie dem Engagement ihrer Mitarbeiter zu verdanken. „Wir haben ein Qualitätssicherungssystem im Krankenhaus, das international und im Übrigen auch national seinesgleichen sucht“, erklärt er und betont: „Aber Qualität gibt es nicht umsonst, ausreichendes und gutes Personal kostet. Und Qualität braucht Investitionen. Die unzureichende Investitionsmittelbereitstellung durch die Länder ist inzwischen ein zentrales Problem bei der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung“, so Baum.

Als führender Versicherungsmakler im Gesundheitswesen betreut die Ecclesia Gruppe mehr als 950 Betriebshaftpflichtpolicen deutscher Krankenhäuser bei unterschiedlichen Versicherern.

Pressekontakt:
Joachim Odenbach
Pressesprecher
Deutsche Krankenhausgesellschaft
pressestelle@dkgev.de

Georg Westphal
UB Kommunikation
Ecclesia Gruppe
gwestphal@ecclesia.de

Quelle: http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/38/aid/23231/title/Gemeinsame_Pressemitteilung

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