30 Jahre BIG in Osnabrück Ältester Studiengang zur Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen feiert Jubiläum

VKD-Pressemeldung
vom 24.09.2010

Als vor 30 Jahren der Studiengang "Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen - BIG" an der Hochschule Osnabrück als erster seiner Art in Deutschland gegründet wurde, schlug den Initiatoren - auch aus Krankenhäusern - Skepsis entgegen. "Braucht man wirklich einen eigenen Studiengang zur akademischen Ausbildung von Managementnachwuchs für die Krankenhäuser?" Inzwischen haben rund 1.100 Absolventinnen und Absolventen diesen Studiengang abgeschlossen. Viele von ihnen sind in Leitungsfunktionen in der Gesundheitswirtschaft tätig. Sie bilden inzwischen ein Netzwerk, das den Studierenden, die nach ihnen kamen und kommen, eine umfassende Praxiserfahrung ermöglicht.

Gegründet wurde der Studiengang im Wintersemester 1980/81 als vierjähriger Modellversuch. Die Umwandlung in ein Regelstudienangebot am Ende dieser Phase war aufgrund der guten Resonanz außer Frage. Der Studiengang wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und mit dem Start weiterer Studiengänge entstand an der Hochschule ein Netz an Studiermöglichkeiten für das Gesundheitswesen.

Bereits am 1. September hatte Prof. Dr. Barbara Schmidt-Rettig, die in den vergangenen acht Jahren den Studiengang leitete, die Verantwortung dafür an ihren Nachfolger, Prof. Dr. Klaus Theuerkauf, übergeben, der bereits seit zwei Jahren an der Hochschule Osnabrück als Professor für Sozialrecht und Wirtschaftsprivatrecht lehrt. Sie selbst wird aber auch weiterhin an der Hochschule lehren.

Aus Anlass des Jubiläums lud die Hochschule zu einer Tagung mit dem Thema "Die Zukunftsaufgabe für Krankenhäuser: Navigieren in Versorgungs- und Vertragsnetzen - vom Einzelkämpfer zum Teamplayer" ein. Rund 200 Teilnehmer - darunter viele Absolventen des Studiengangs BIG - diskutierten über sektor- und professionenübergreifende Versorgung, und loteten die Spielräume aus, unter denen auch künftig eine stabile Gesundheitsversorgung möglich ist.

Einige Zahlen und Fakten zum Studiengang:

Von den 1.064 Absolventen haben bisher 970 ihren Abschluss als Diplom-Kaufleute gemacht, 94 als Bachelor of Arts, der den Diplomstudiengang im Jahr 2005 abgelöst hat.

Von 700 Ehemaligen gibt es aktuelle Arbeitgeberdaten. Danach sind 60 Prozent im Management von Krankenhäusern tätig, 11 Prozent arbeiten bei Krankenkassen, 7 Prozent bei Beratungs- oder Prüfungsgesellschaften, die übrigen bei weiteren Anbietern der Gesundheitswirtschaft.

Viele der Absolventen haben bereits oberste Führungsetagen erreicht: So sind 10 Prozent in Vorständen oder Geschäftsführungen tätig weitere 7 Prozent als Verwaltungsdirektoren.

Ein Schwerpunkt des Studiengangs ist das Finanzmanagement. Gut ein Viertel der Absolventen ist in Abteilungen für Finanzen/Controlling tätig, ein Drittel von ihnen wiederum in Leitungsfunktionen.

Viele Ehemalige haben inzwischen auch promoviert, drei sind Professoren an anderen Hochschulen geworden.

Der Studiengang hat rund 400 Kooperationspartner in der Gesundheitswirtschaft, davon 83 Prozent Krankenhäuser, 5 Prozent Beratungs- und Prüfungsgesellschaften, je 3 Prozent Krankenkassen und Verbände.

Eindrucksvoll sind die Bewertungen des Studiengangs, der stetig an die Anforderungen der Praxis angepasst wurde: Im Jahr 2009 wurden Ehemalige, Kooperationspartner und Studierende zu ihrer Zufriedenheit mit dem Studiengang befragt, dabei insbesondere zum Praxisbezug und zur Beschäftigungsfähigkeit, also den beruflichen Chancen für Absolventen. Über alle Gruppen hinweg wurden zu 90 Prozent gute und sehr gute Noten vergeben.

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