VKD: Keine Klientelpolitik!

VKD-Pressemeldung
PM  01/2010

Berlin 08. Januar 2010. / Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) verweist darauf, dass der massive Versuch der Bundesärztekammer, Krankenhäuser so bald als möglich als Gründer und Betreiber Medizinischer Versorgungszentren zu verdrängen, weder der sicheren Versorgung der Patienten noch dem Aufbau sektorübergreifender Strukturen und schon gar nicht dem Wettbewerb und der Wahlfreiheit der Patienten dient. Letzteres zumindest sollte doch ein Anliegen der FDP sein, die ja das Bundesgesundheitsministerium führt.
Der Hintergrund: Gestern hat BÄK-Vizepräsident, Dr. Frank Ulrich Montgomery von der Bundesregierung ein Vorschaltgesetz gefordert. Darin soll u.a. klargestellt werden, dass Medizinische Versorgungszentren in die Hände von Ärzten gehören und nur nachrangig von Krankenhäusern gegründet und betrieben werden dürften. Auch zum Paragrafen 116 b SGB V wünscht die niedergelassene Ärzteschaft Einschränkungen für die Krankenhäuser. Dabei geht es ihr nicht um die ganz seltenen Krankheiten, sondern vor allem um breitflächige Gebiete, etwa in der Onkologie. Hier diene ein Wettbewerb zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen nicht der Qualität, behauptet Montgomery. „Warum die individuelle Ermächtigung niedergelassener Ärzte für die Qualität besser sein sollte als z.B. die Arbeit zertifizierter onkologischer Zentren von Krankenhäusern, bleibt sein Geheimnis“, erklärte VKD-Pressesprecher Peter Asché. „Wir hoffen, dass Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hier keine Klientelpolitik betreibt, sondern ausschließlich die Versorgung der Patienten im Auge hat.“