Ausländische Patienten willkommen

VKD-Pressemeldung vom 31. Janurar 2011

EU-Richtlinie zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung beschlossen

Berlin 31.1.2011.  "Was in Deutschland bereits geltendes Recht ist, muss nun auch in den übrigen EU-Ländern zügig umgesetzt werden: die Kostenerstattung für medizinische Behandlungen in anderen Ländern der Europäischen Union", erklärte der Pressesprecher des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Peter Asché.
"Patienten können künftig selbst entscheiden, in welchem Land sie von welchem Arzt behandelt werden möchten. Bei uns sind sie willkommen. Die Qualität  unserer Krankenhäuser ist weltweit anerkannt. Eine Reihe deutscher Klinikunternehmen ist bereits auf ausländische Patienten eingestellt und bietet ihnen Spitzenleistungen. Wir begrüßen, dass Patienten jetzt EU-weit auch außerhalb von Notfällen einen freien Zugang zu medizinischen Leistungen haben", so Peter Asché, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Aachen.
Mit ihrer Zustimmung zum Richtlinienentwurf für eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung haben die EU-Abgeordneten die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu den Patientenrechten in für alle EU-Länder geltende Regeln umgesetzt. Wenn Patienten sich in einem anderen EU-Land behandeln lassen, gilt für die Erstattung durch die Krankenkasse der Preis für die entsprechende Behandlung im eigenen Land. Dabei hat jedes Land die Möglichkeit, für bestimmte Behandlungen eine Vorabgenehmigung zu fordern, etwa bei besonders kostenintensiven Leistungen, für Behandlungen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern oder die ein besonderes Risiko darstellen.


Hintergrund
Am 19. Januar haben die EU-Abgeordneten in Straßburg dem Richtlinienentwurf zur Ausübung von Patientenrechten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung zugestimmt.