Hygienegesetz: Alle Bereiche einbeziehen

VKD-Pressemeldung vom 2. Februar 2011

Berlin 2.2.2011. Zu den Planungen des Bundesministeriums für Gesundheit, ein Krankenhaus-Hygienegesetz (KraHyG) zu erlassen, erklärt der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Heinz Kölking: „Das Management in den deutschen Krankenhäusern begrüßt das Interesse der Politik für dieses Thema. Den Fokus dabei allein auf die Krankenhäuser zu legen, ist allerdings zu kurz gedacht. Einbezogen werden müssen alle Bereiche und Beschäftigte des Gesundheitswesens. Der Verband der Krankenhausdirektoren engagiert sich seit langem für das Thema, u.a. in der „Aktion saubere Hände,“ und ist bereit, sich mit den Erfahrungen der Krankenhäuser in das Gesetzesvorhaben einzubringen.“
Kölking gibt allerdings zu bedenken, dass z.B. zusätzliches Personal auch finanziert werden muss – für viele Krankenhäuser werde das ein Problem sein, das sie nicht allein mit ihren immer knapper werdenden finanziellen Mitteln lösen könnten.

Hintergrund
Das Bundesministerium für Gesundheit arbeitet an einem Artikelgesetz – Gesetz zur Verbesserung der Hygiene in Krankenhäusern und zur Änderung weiterer Gesetze – Krankenhaus-Hygienegesetz ( KraHyG). Der Referentenentwurf wird für den 11. Februar 2011 erwartet.
Die Aktion Saubere Hände ist eine gemeinsame Kampagne des Aktionsbündnises Patientensicherheit e.V., der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen e.V. und des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance von nosokomialen Infektionen. Sie wird vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt.
Ziel ist die Förderung der Händehygiene im Krankenhaus und damit die Reduzierung von Infektionen.