Noch sind Korrekturen möglich

Zur Eröffnung des 34. Deutschen Krankenhaustags fordert das Krankenhausmanagement ein Umsteuern der Politik

Berlin/Düsseldorf, 16. November 2011. „Wer die Gesundheitsversorgung in diesem Land zukunftsfest gestalten will, muss die Krankenhäuser stärken. Das hat die Regierungskoalition bei der Formulierung des Versorgungsstrukturgesetzes bisher aus den Augen verloren. Ihr Blick richtete sich vor allem auf die niedergelassenen Ärzte.“ Kurz vor der morgigen Eröffnung des 34. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf kritisierte der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Heinz Kölking, die Einseitigkeit des Gesetzentwurfs und forderte: „Noch sind Korrekturen möglich. Das parlamentarische Verfahren ist nicht abgeschlossen.“

Der VKD-Präsident wird in der politischen Auftaktveranstaltung des Krankenhaustags den Gesetzentwurf aus Sicht der Praktiker in den Kliniken und stellvertretend für die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK) bewerten. Grundsätzlich sei der Ansatz gut, auch Vernetzung zwischen ambulantem und stationärem Bereich sowie zur Rehabilitation zu fördern, so Kölking. Dies dürfe aber nicht dazu führen, den Krankenhäusern z.B. Leistungen zu verwehren oder diese an Bedingungen zu knüpfen, die dazu beitragen würden, die Versorgung der Patienten – unter anderem schwer kranker Krebspatienten -  sogar zu verschlechtern. Praktiker vor Ort haben naturgemäß einen anderen Blick auf die Möglichkeiten und Notwendigkeiten als die meisten Politiker. Ihre Erfahrungen und ihre Meinung sollte daher ebenfalls berücksichtigt werden.

Der Deutsche Krankenhaustag ist in jedem Jahr der wichtigste Treffpunkt für die deutschen Krankenhäuser. Er findet immer im Rahmen der Medica, der weltgrößten Medizinmesse,  statt.

Der VKD präsentiert sich traditionell mit einem eigenen Messestand in Düsseldorf. Hier gibt es Informationen über die Aktivitäten des Verbandes, hier treffen sich Mitglieder und Interessenten (Halle 15, Stand A30). Maßgeblich beteiligt ist der Verband auch an der Entscheiderfabrik „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz im Krankenhaus“, die im Rahmen der Medica am 17. 11. die ersten Ergebnisse der fünf Schlüsselthemen dieses Jahres präsentiert. Krankenhäuser, Firmen und Beratungsunternehmen arbeiten gemeinsam an wichtigen Projekten im Bereich der IT.

In diesem Jahr findet aber auch die First Joint European Hospital Conference statt (18. 11.). Hier treffen sich Krankenhausexperten aus ganz Europa zu Debatten über die Zukunft der Gesundheitspolitik in der Europäischen Union, u.a. über die Auswirkungen der europäischen Patientenrichtlinie auf die Krankenhäuser in den Mitgliedstaaten. Organisatoren sind die European Hospital and Healthcare Federation (HOPE), die Europäische Vereinigung der Krankenhausdirektoren (EVKD), deren Mitglied der VKD ist, und die European Association of Senior Hospital Physicans (AEMH). Hochrangige Experten sind mit dabei, u.a. der luxemburgische Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo.
Ein Höhepunkt dieser Veranstaltung wird die Verleihung des Golden Helix Award sein. Der älteste Qualitätspreis im Gesundheitswesen im deutschsprachigen Raum wird zum 19. Mal vergeben.

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Kfm. Direktor Universitätsklinikum Aachen
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Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt 2.800 Manager in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.
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