PRESSEMITTEILUNG | 02.09.2026 | Berlin

VKD-Praxisberichte 2026 erschienen Positionen, Bewertungen, Ausblicke und natürlich Berichte aus der Krankenhauspraxis

Verschiedene Themen prägen auch in diesem Jahr wieder das Heft der seit zwei Jahrzehnten erscheinenden Praxisberichte des Verbandes des Klinikmanagements Deutschlands.

Das erste Kapitel jedes Heftes startet mit einem umfangreichen Interview mit VKD-Präsident Dirk Köcher. Hier vermittelt er einen klaren Blick nach vorn in schwierigen Zeiten. Er setzt sich darin mit wesentlichen Inhalten der aktuellen Gesetzgebung auseinander, zeigt deren Folgen für die Kliniklandschaft und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Umsetzung der Krankenhausreform auf. Er definiert zudem die damit verbundenen Herausforderungen für das Management der Krankenhäuser im Spannungsfeld von knappen Ressourcen, erheblicher Regelungsflut und medizinischer Versorgungsrealität.

Der zweite Beitrag behandelt sehr ausführlich die aktuellen Gesetze und Vorgaben für die Pflege im Krankenhaus. „Vorgaben schaffen kein Personal“, so Autorin Prof. Dr. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Der Pflegebedarf müsse sichtbar und finanzierbar bleiben, ohne dass daraus ein weiteres bürokratisches Steuerungsregime entstehe. Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung gehöre zu den zentralen Aufgaben des Gesundheitswesens – eine Aufgabe, die zunehmend durch einen sich verschärfenden Fachkräftemangel erschwert werde. Die Krankenhäuser hätten über viele Jahre hinweg erhebliche Anstrengungen unternommen, Personal zu gewinnen, auszubilden und langfristig zu binden, diese Bemühungen würden aber zunehmend an die Grenzen des Arbeitsmarktes stoßen. Sie verweist auf weitere tiefgreifende Herausforderungen angesichts der wirtschaftlichen Lage vieler Einrichtungen bei steigenden Personal- und Sachkosten sowie weitere Belastungen.

Sie schreibt: „Vor diesem Hintergrund greift es zu kurz, auf immer neue Personalvorgaben zu setzen. Entscheidend ist vielmehr, ob das System unter veränderten Rahmenbedingungen die notwendige Flexibilität für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung erhält.“

Wie es angesichts der kalten Strukturveränderungen mit der Zusicherung einer flächendeckenden Patientenversorgung aussieht, fragt VKD-Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Schreck. An eine flächendeckende Versorgung, die ihren Namen auch verdient, können wir uns nicht ausschließlich „heransparen“, indem den Krankenhäusern die notwendigen finanziellen Mittel nicht nur für ihren Betrieb, sondern auch für Veränderungen durch erhebliche Erlöskürzungen genommen werden, meint er. Trotz Transformationsfonds werde sich die kalte Marktbereinigung fortsetzen und damit zum Abbau der für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung notwendigen Strukturen führen, befürchtet er.

Dass es auch positive Signale gibt, zeigt das darauffolgende Kapitel, in dem es um neue Strukturen geht, darum, wie sich Krankenhäuser für die Zukunft strategisch aufstellen, wie weit sie zum Teil auch bereits gekommen sind, wie etwa die Gesundheitsregion Südwestsachsen oder das Krankenhaus Märkisch-Oderland in Brandenburg.

Ein weiterer Schwerpunkt behandelt das Thema, wie Kliniken für Krisenfälle vorbereitet sind, welche Strukturen dafür aufgebaut werden müssen und welche Erfahrungen es bereits gibt.

Beim immer wichtiger werdenden Thema Künstliche Intelligenz wird gezeigt, welche Beispiele es bereits für die Medizin gibt, und dass es dabei nicht nur um Technik geht, sondern auch um eine organisatorische und kulturelle Aufgabe.

Im letzten Kapitel geht es, wie in jedem Jahr, um gute Ideen und interessante Projekte, wie u.a. eine automatisierte Messkabine für die Notaufnahme oder KI-gesteuerte Übersetzungs-Tools.

Die VKD-Praxisberichte 2026 gibt es online als Blättermagazin auf der Webseite des VKD unter www.vkd-online.de – hier unter Die Themen – sowie in gedruckter Form – zu bestellen unter vkdgs@vkd-online.de.

aktualisiert: 2. September 2026