Ecclesia Gruppe | Wenn Verantwortung zur Herausforderung wird
Rechtliche Risiken für Führungskräfte im Gesundheitswesen nehmen zu
Wie die Ecclesia Gruppe mit der Top-Management-Legal-Protection (TMLP) die Geschäftsführung stärkt
Führungskräfte im Gesundheitswesen stehen zunehmend im Fokus strafrechtlicher Ermittlungsverfahren und Auseinandersetzungen aus dem Anstellungsverhältnis. Was früher als Ausnahme galt, gehört heute vielerorts zum Alltag: persönliche Haftung, Ermittlungsverfahren, Regressforderungen und weiteres.

„Wir erleben seit Jahren eine Zunahme an Verfahren, die unmittelbar gegen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer gerichtet sind“, sagt Susanne Boemke, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Kooperationspartnerin des VKD. „Das betrifft nicht nur große Kliniken, sondern auch kleinere Häuser, Pflegeeinrichtungen und Trägergesellschaften. Das Risiko ist längst in der Branche angekommen. Eine Mandantin sagte einmal: ‚Ich weiß, dass jeden Tag eine Bombe unter meinem Schreibtisch rollen kann.‘ Das beschreibt die Realität ziemlich treffend“, erklärt Susanne Boemke weiter.
Eine Branche unter besonderer Beobachtung
Die Komplexität des Gesundheitswesens, enge sowie vielfach nicht auskömmliche Budgets und unüberschaubare sowie verschärfte Regulierungen schaffen ein Umfeld, in dem selbst alltägliche Entscheidungen juristische Folgen haben können.
„Ermittlungsverfahren wegen Arbeitszeitverstößen, fehlerhafter Abrechnungen oder Unregelmäßigkeiten bei Vergütungen nehmen zu. Viele Fälle beruhen nicht auf Vorsatz, sondern auf Systemfehlern oder Unwissen – aber das schützt vor Strafe nicht. Außerdem wird die Branche der Leistungserbringer mit ihren Vertretern auf Leitungsebene unter anderem von Behörden und Krankenkassen immer mehr als kriminalisiert wahrgenommen und dargestellt“, laut Susanne Boemke.
Kommt es zum Beispiel zu einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, kann der finanzielle Aufwand, der damit verbunden ist, sehr hoch sein: Schon die anwaltliche Vertretung in der Ermittlungsphase kann 20.000 bis 30.000 Euro kosten oder mehr. „Und das ist, bevor überhaupt Anklage erhoben wurde“, betont Susanne Boemke. „Gerade für Führungskräfte, die durch eine außerordentliche Kündigung ihres Anstellungsverhältnisses plötzlich ohne Einkommen dastehen, kann das schnell existenzbedrohend werden.“
Copyright Foto | Carmen Jasmyn Hoffmann
Erfahren Sie mehr
über die Top-Management-Legal-Protection (TMLP) der Ecclesia Gruppe
und wie Sie sich als Führungskraft im Gesundheitswesen wirksam schützen
unter www.ecclesia.de.
Oder wenden Sie sich direkt an Ihren Ansprechpartner bei der Ecclesia Gruppe:
Jens Richter
Niederlassungsleiter Berlin | Region Ost | Ecclesia Versicherungsdienst GmbH
jens.richter@ecclesia-gruppe.de
Persönliche Verantwortung endet trotz Delegation nie
„Ein Geschäftsführer kann vieles delegieren, aber niemals die Verantwortung“, ergänzt Alexander Bayer, Teamleiter Financial Lines Rechtsschutz bei der Ecclesia Gruppe, die als Partner des VKD regelmäßig Mitglieder zu Haftungs- und Versicherungsfragen berät.
„Wenn irgendwo im Haus etwas schiefläuft, wird die Geschäftsführung automatisch in die Haftung genommen. Selbst formale Fehler – etwa bei Zuschlägen, Arbeitszeiten oder Betriebsratsvergütungen – können strafrechtlich relevant sein.“
Dabei gehe es selten um bewusste Verstöße, sondern um Strukturen, die mit dem wachsenden Regelungsdickicht kaum noch Schritt halten. „Führung im Gesundheitswesen ist heute auch juristische Hochseilakrobatik“, so Alexander Bayer.
Absicherung: Was Führungskräfte beachten sollten
Neben sorgfältiger Organisation und Dokumentation spielt die präventive Absicherung eine zentrale Rolle.
„Ein solider Vertrag ist die beste Grundlage für den Konfliktfall“, rät Susanne Boemke. „Auseinandersetzungen lassen sich nicht verhindern – aber man kann sich so aufstellen, dass man im Ernstfall nicht schutzlos ist.“ Dabei gehe es nicht nur um Vergütung, sondern um klare Regelungen zu Haftung, Kündigung, Kostenübernahme und Rechtsverteidigung.
„Viele Führungskräfte schauen beim Vertragsabschluss vor allem auf das Gehalt. Doch wenn es zum Streit kommt, entscheidet die Vertragsgestaltung über die eigene Handlungsfähigkeit“, betont Susanne Boemke.

Ebenso wichtig sei der Umgang mit dem Aufsichtsgremium. „Regelmäßige Berichterstattung, dokumentierte Beschlüsse und eine saubere Protokollierung sind der beste Schutz vor persönlicher Haftung“, ergänzt Alexander Bayer. „Im Streitfall ist ein Protokoll oft der einzige Nachweis, dass man informiert und verantwortungsbewusst gehandelt hat.“
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Die neuen TMLP-Konditionen auf einen Blick
- Erweiterte Strafrechtsdeckung: gilt jetzt auch für Ordnungswidrigkeiten, Arbeitszeitverstöße und Vergütungsthemen
- Höhere Kostendeckung für anwaltliche Beratung und Verteidigung, auch in frühen Ermittlungsphasen
- Ausgeweiteter Anstellungsvertragsrechtsschutz für Konflikte mit dem Dienstgeber, z. B. durch:
- präventive Prüfung des Anstellungsvertrages
- Übernahme von Beratungskosten bei schriftlichen Aufhebungsangeboten
- Deckungsklage-Rechtsschutz gegen D&O-Versicherung oder Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Versicherungsschutz als wichtige Ergänzung
Auch der passende Versicherungsschutz kann entscheidend sein. Viele Führungskräfte verlassen sich auf die klassische D&O-Versicherung, eine allgemeine Betriebsrechtsschutzversicherung oder Vermögensschadenpolicen – doch diese greifen nicht oder zu kurz, wenn persönliche Ermittlungen oder Streitigkeiten aus dem Anstellungsverhältnis hinzukommen. Auch Privat-Rechtsschutzverträge bieten in der Regel keinen Versicherungsschutz für diese speziellen Risiken.

„Wer glaubt, über die Unternehmensversicherung vollständig abgesichert zu sein, irrt oft“, sagt Jens Richter, Niederlassungsleiter Berlin bei der Ecclesia Gruppe, der regelmäßig mit Klinikdirektorinnen und Geschäftsführern im Gespräch ist. „Gerade wenn ein Manager das Haus verlässt oder ein Konflikt mit dem Träger entsteht, können unerwartet Schutzlücken entstehen – und genau dann wird es teuer.“
Die Ecclesia hat deshalb eine spezialisierte Absicherung für das Top-Management entwickelt, die sogenannte Top-Management-Legal-Protection (TMLP). Sie bietet erweiterten Schutz bei Ermittlungsverfahren und Streitigkeiten aus dem Anstellungsverhältnis.
Fazit: Verantwortung braucht Schutz
Der Alltag im oberen Krankenhausmanagement ist von Unsicherheit geprägt – medizinisch, wirtschaftlich, rechtlich. „Führungskräfte tragen immense Verantwortung, und Fehler können gravierende persönliche Folgen haben“, fasst Susanne Boemke zusammen. „Kompetenz und Integrität allein reichen nicht. Es bedarf guter Strukturen, Aufklärung und Schutzmechanismen, um diese Verantwortung auch rechtlich abzusichern.“
Der VKD unterstützt seine Mitglieder durch die Kooperation mit der Ecclesia Gruppe dabei mit praxisnahen Informationen, vielfältigen Erfahrungen und daraus entwickeltem passenden Versicherungsschutz, um das Bewusstsein für persönliche Risiken zu schärfen – und Führungskräfte im Gesundheitswesen nachhaltig zu stärken.
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