AKTION PRO PATIENT

Aufruf zur Unterstützung der Krankenhäuser beim Erhalt der ambulanten Notfallversorgung zur Versorgung der Patientinnen und Patienten vor Ort

Die „AKTION PRO PATIENT“ ist eine Initiative des Krankenhausmanagements gegen die weitere Verschärfung der Rahmenbedingungen für Patienten, Mitarbeiter und Krankenhäuser durch den Gesetzgeber.

  • Wir wehren uns gegen den gesetzlich ausgelösten Pflegekräftemangel.
  • Wir wehren uns gegen die vielfältigen Rechnungskürzungen trotz erbrachter Leistungen.
  • Wir wehren uns gegen die Vernachlässigung der Investitionsförderung der Bundesländer.
  • Wir wehren uns gegen den geplanten Kahlschlag in der ambulanten Notfallversorgung.

Es reicht!

Der Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) empfiehlt seinen Mitgliedern, dem Krankenhausmanagement, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Krankenhäusern, den Patienten und Angehörigen eine Beteiligung an der AKTION PRO PATIENT. Wir befürchten, dass rund die Hälfte der Krankenhäuser von der ambulanten Notfallversorgung ausgeschlossen wird, wenn die geplante Reform durch den Bundestag beschlossen wird. Die andere Hälfte muss mit einem Anstieg der Zahl der Notfallpatienten und längeren Wartezeiten für Patienten rechnen. Wir befürchten zudem einen gefährlichen Patiententourismus, der auch zu Todesfällen führt. Ebenso erwarten wir einen Anstieg der Rettungsdienstkosten.

Krankenhäuser können sich wie folgt an der AKTION PRO PATIENT beteiligen:

  1. Um eine breite Beteiligung im Krankenhaus zu erreichen, empfehlen wir mit den beigefügten Informationen eine Abstimmung zwischen Ärzten, Pflegenden und Verwaltung in der Betriebsleitung zur konkreten Durchführung der Aktion. Ebenso sollten die Informationen in einer Mitarbeiterversammlung oder durch Beifügung eines Infotextes zur Gehaltsmitteilung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergegeben werden.
  2. Ziel der Aktion ist ein Appell von Patienten, Angehörigen, Besuchern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die regionalen Bundestagsabgeordneten durch Zuleitung einer roten Karte: „Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die ambulante Notfallversorgung auch künftig an unserem Krankenhaus sichergestellt ist!“ Die Bundestagsabgeordneten sollen dafür sensibilisiert werden, dass die Bürger die Sicherstellung der ambulanten Notfallversorgung am Krankenhaus fordern. Je Krankenhaus sollen möglichst viele rote Karten generiert werden und an die Abgeordneten versandt werden. Der Eingang der roten Karten in den Büros der Abgeordneten soll aber noch einen anderen Zweck erfüllen. Die Karten sollen ein wichtiges Zeichen gegen die politische Missachtung der Krankenhäuser sein.
  3. Die beigefügte Musterkarte (Anlage 1) ist eine PowerPoint-Datei. Zur Verwendung ist auf der erste Seite (Rückseite der Karte) unten der Name Ihres Krankenhauses einzutragen. Auf der zweiten Seite (Vorderseite), rechts, ist der Name Ihres Bundestagsabgeordneten einzutragen, dem die Karte zugeleitet werden soll. Nach diesen Änderungen sollte eine Druckerei vor Ort mit der Erstellung der Karte beauftragt werden – ebenso wie mit der Erstellung des Handouts und Roll-ups (siehe unten). Alternativ können Karten, Handouts und Roll-ups hergestellt werden durch: Egeling GmbH, Druckerei und Werbetechnik, Dringenberger Straße 22, 33014 Bad Driburg. Telefon: 05253/940567. Die Druckerei hat einen Online-Shop eingerichtet über den Karte und Handout bestellt werden können: http://krankenhaus-druckerei.egeling.com/index.html.
  4. Die rote Karte sollte ablösbar auf ein Handout geklebt und Patienten, Angehörigen sowie Besuchern mit einer kurzen mündlichen Erläuterung übergeben werden. Nähere Informationen zur Reform der ambulanten Notfallversorgung können bei Bedarf von der Website des VKD abgerufen werden: www.vkd-online.de. Auf dem Handout sollte die AKTION PRO PATIENT kurz erklärt werden. Wir empfehlen den beigefügten Text (Anlage 2).
  5. Die Ansprache von Patienten und Angehörigen sollte in den Ambulanzen, aber auch auf den Stationen erfolgen. Dafür sollten Mitarbeiter der Verwaltung, zum Beispiel Qualitätsmanagement und Marketing, oder Servicekräfte eingesetzt werden, um Arbeitsabläufe in Medizin und Pflege nicht zu beeinträchtigen. Falls zeitlich möglich, können Handout und Karte natürlich auch durch Pflegekräfte und Ärzte übergeben werden. Die an der Aktion beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten vorab über Hintergrund und Ablauf der Aktion informiert werden.
  6. Des Weiteren empfehlen wir, auf einem Roll-up in den Ambulanzen und im Eingangsbereich des Krankenhauses für die AKTION PRO PATIENT zu werben. Möglicher Text wie auf der Rückseite der roten Karte: „Mit einem geplanten Gesetz soll die Hälfte der Krankenhäuser von der ambulanten Notfallversorgung ausgeschlossen werden. Helfen Sie mit, dass das nicht passiert! Unterstützen Sie unsere AKTION PRO PATIENT.“
  7. Der Start der Aktion erfolgt individuell durch das Krankenhaus. Da bereits am 17. Februar die Anhörung zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung stattfand, sollte mit der Vorbereitung der Aktion unmittelbar begonnen werden.
  8. Zur Umsetzung der Aktion empfiehlt der VKD einen zentralen Sammelpunkt im Krankenhaus festzulegen, an dem die ausgefüllten und unterschriebenen Karten pro Tag abgeliefert werden. Denkbar sind auch geschlossene Kartons mit Einwurfschlitz, in die die Karten eingeworfen und einmal am Tag am Sammelpunkt geleert werden. Über Abgabe und Weiterleitung der Karten sollte in geeigneter Form informiert werden.
  9. An dem zentralen Sammelpunkt sollte eine Kontrolle der Angaben zur Person erfolgen. Unverzichtbar sind Name und Unterschrift. Mit Angabe des Alters des Unterzeichners soll eine Sensibilisierung des Abgeordneten für die Belange insbesondere älterer Bürger erreicht werden, die zum Hauptklientel der Krankenhäuser zählen. Nach erfolgter Kontrolle sollten die Karten gesammelt pro Tag an das Büro des Abgeordneten versandt werden.
  10. Angeregt wird darüber hinaus ein Pressetermin, unbedingt mit Beteiligung des Hörfunks, gerne auch im Verbund mit mehreren Krankenhäusern, in der die Aktion der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
  11. Um vor Ort eine möglichst hohe Verbreitung zu erreichen, empfehlen wir zudem Posts in den Sozialen Medien über den jeweiligen Kanal der teilnehmenden Krankenhäuser, zum Beispiel Foto der Betriebsleitung vor einem Roll-up im Eingangsbereich des Krankenhauses mit Presseerklärung.
  12. Für die Argumentation gegenüber der Politik wäre der VKD darüber hinaus dankbar, wenn Sie folgende Informationen an die Geschäftsstelle des VKD in Berlin übermitteln:
    - Zahl der Karten pro Krankenhaus nach Tagen
    - Zahl der Karten pro Krankenhaus insgesamt
  13. Der VKD wird über seinen Newsletter die vorgenannten Informationen abfragen und kalkuliert in den Krankenhäusern mit einem Vorlauf von etwa zwei Wochen, so dass Sie mit einer ersten Abfrage ab Anfang bis Mitte März rechnen können. Über den Newsletter erfolgen in Abständen Informationen über den aktuellen Stand der AKTION PRO PATIENT.
  14. Soweit von Ihrer Seite aus noch Rückfragen bestehen, helfen Ihnen unsere Geschäftsstelle (Tel. 030/28 88 59 11, E-Mail: vkdgs@vkd-online.de), die für Sie zuständigen Landesvorsitzenden (www.vkd-online.de/der-vkd/landesgruppen/landesgruppen3) und Mitglieder des Präsidiums (www.vkd-online.de/der-vkd/wir-ueber-uns/organisation/organisation2) gerne weiter.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Dr. Josef Düllings

Präsident des Verbandes der

Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD)

Wir stellen Ihnen folgende Dokumente zur Verfügung: