Ein Gesundheitscampus als neue Struktur im MOL-Versorgungsnetz
In den nächsten Jahren soll das Krankenhaus Seelow, eine Tochter des Krankenhauses Märkisch-Oderland, zu einem Gesundheitscampus und zum zentralen Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger in seinem Einzugsgebiet entwickelt werden. Darüber informierten im Sommer vorigen Jahres die Geschäftsführung des Krankenhauses Märkisch-Oderland sowie die Partner IGiB – Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg GmbH und das Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg. Wie diese neue Struktur aussehen soll, was in dem Jahr seit dem Sommer 2025 auf den Weg gebracht wurde und wie das Zentrum sowohl mit dem Krankenhaus MOL, aber auch mit den Versorgungsstrukturen in der ländlich geprägten Region rund um die Kreisstadt Seelow verbunden werden soll, darüber sprachen wir mit der Geschäftsführerin des Krankenhauses Märkisch Oderland, Katja Thielemann.
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PB: Worauf baut Ihre Verbundstruktur für die Zukunft auf?
Katja Thielemann: Wir entwickeln alle Standorte gemeinsam, aufeinander abgestimmt und sehen in unserer Leistungsstrategieplanung, was sich wo sinnvoll koppeln lässt. Wir haben die Verbundstruktur so umgestellt, dass die Angebote kaskadierend aufeinander aufbauen. Strausberg ist das zentrale Krankenhaus für die komplexe Medizin, während der Standort in Wriezen sowohl Grundversorger als auch Spezialversorger Orthopädie ist und Seelow Grundversorger und ambulantes OP-Zentrum.
Wir gehen als Krankenhaus MOL mit unseren Möglichkeiten in die ambulante Versorgung hinein und ändern daher die ambulanten Standorte nicht. Wir bleiben also in der Fläche präsent und wollen auch die ambulanten Leistungen unserer MVZ-Praxen weiterhin anbieten.
Wir bieten an unseren MVZs sowohl hausärztliche als auch fachärztliche Versorgung an und dies wird auch weiterhin beibehalten. Im Landkreis fehlt es in Bezug auf die fachärztliche Versorgung bei den Augenärzten oder Hautärzten. Hier bieten wir an unseren MVZ-Standorten gern auch Flächen an – zur Miete oder als Mitglied unseres MVZ.
PB: Werden die Menschen aus den Dörfern den Campus in Seelow gut erreichen?
Katja Thielemann: Das wird sicher immer eine wichtige Frage sein, wenn in ländlichen Regionen Zentren der Gesundheitsversorgung gebildet werden. Eine Regionalzuglinie führt durch Seelow und Buslinien schließen die Dörfer mit ein. Wir können hier durchaus von einer wirklich wohnortnahen Versorgung sprechen, denn die Entfernungen – auch zu den anderen Krankenhäusern in Strausberg, Wriezen, aber auch ins Klinikum Frankfurt (Oder), bleiben im vorgegebenen Limit, also unter 30 Minuten PKW-Fahrzeit.
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