VKD - Pressemitteilung

zum Tarifabschluss zwischen der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und Ver.di/dbb Tarifunion: Das geht nur mit weiterem Personalabbau.

Berlin/Düsseldorf. „Wir gönnen unseren Mitarbeitern eine Teilhabe am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung – wir können das nur leider nicht bezahlen“, kommentiert der Pressesprecher des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Dr. Rudolf Hartwig, den Tarifabschluss für die Mitarbeiter der kommunalen Krankenhäuser.

Anders als in anderen Branchen müssen die Krankenhäuser mit jährlich neu staatlich festgelegten Vergütungsgrenzen für ihre Leistungen auskommen. Danach dürfen in diesem Jahr die Budgets um ganze 0,64 Prozent steigen, wovon der Gesetzgeber gleich wieder 0,5 Prozent gekappt hat – für die angeblich Not leidenden Krankenkassen. Angesichts der allgemeinen Teuerung ist die Finanzierung dieser Tarifwelle illusorisch, so der VKD. Dabei stehen die Verhandlungen für die Ärzte sogar noch aus. Der Marburger Bund, mit dem am Donnerstag in Wiesbaden weiter verhandelt wird, verlangt rund 10 Prozent Gehaltserhöhung für die Ärzte in kommunalen Kliniken.

Es werde weitere Notlagentarife geben und der Personalabbau werde weitergehen, so der Verband der Krankenhausmanager. In einem so personalintensiven Bereich, der gleichzeitig derartig reglementiert werde, sehe man kaum andere Möglichkeiten. Den Mitarbeitern könne niemand verübeln, dass sie, wie die Beschäftigten in anderen Branchen auch, mehr Lohn erwarteten. Von der Politik dagegen müsse gefordert werden, den Krankenhäusern endlich mehr Bewegungspielraum zu verschaffen. Die aber fühlt sich nicht zuständig. Die kürzlich auf einer Führungskräftetagung des VKD von Staatssekretär Klaus-Theo Schröder aus dem Bundesgesundheitsministerium gehörte Aussage, das sei Sache der Tarifparteien, klinge angesichts der Gesetzeslage wie Hohn.