BESTANDSSTANDORTE BEREITEN SICH AUF GEMEINSAME ZENTRALKLINIK VOR
von
VKD
Im Dezember 2022 haben der Auricher Kreistag und der Emder Rat die Fusion der beiden bisherigen Klinikgesellschaften Ubbo-Emmius-Klinik gGmbH und Klinikum Emden gGmbH mit der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden mbH beschlossen. In seiner Sitzung Ende März 2025 hat der Aufsichtsrat der Trägergesellschaft dann den neuen gemeinsamen Namen für die Klinikgesellschaften bestätigt, der bereits im Hinblick auf die Zentralklinik gewählt wurde. Ab 2026 firmieren die Kliniken in Aurich, Emden und Norden unter dem Namen „Zentralklinik Ostfriesische Meere gGmbH“.
Im Mittelpunkt der Medizinstrategie der Zentralklinik Ostfriesische Meere steht die konsequente Umsetzung einer alle Bereiche übergreifenden Interdisziplinarität, Interprofessionalität und Intersektoralität. Die Fachdisziplinen, die für eine zukunftsgerechte Patientenversorgung zusammengehören, werden deshalb räumlich in direkte Beziehung zueinander gesetzt. So können immer komplexere Krankheitsbilder effizient und umfassend diagnostiziert und therapiert werden. Damit ist die Zentralklinik die Antwort auf drängende Fragen der Gesundheitsversorgung der Zukunft: den Ärzte- und Pflegekräftemangel, die Steigerung der Spezialisierung, die notwendige Zentrenbildung sowie steigende Qualitätsanforderungen.
Vorbereitung auf die Zentralklinik
Die Fusion der drei Gesellschaften ist wichtig, um den Betrieb an den Bestandsstandorten bereits jetzt auf die Zentralklinik vorzubereiten. Standortspezifische Abteilungs- und Klinikstrukturen, Bilanzen und auch Betriebsratsstrukturen werden zusammengeführt und zentralisiert, um perspektivisch mit eingespielten Prozessen umziehen zu können. Mit dem gemeinsamen Namen geht eine neue, einheitliche Markenidentität einher. „Uns ist wichtig, dass der Name eine Strahlkraft über die Region hinaus besitzt, die aber auf den attraktiven Werten Ostfrieslands beruht“, sagt Landrat Olaf Meinen, der zum Zeitpunkt der Entschlussfassung regelhaft den Vorsitz im Aufsichtsrat innehatte. Deshalb habe man sich für eine Kombination entschieden, die Qualität und Regionalität vereint und symbolisch für die Verbindung des Landkreises Aurich mit der Stadt Emden steht.
Zentralklinik Ostfriesische Meere
Mit dem feierlichen Spatenstich im November 2024 fiel der Startschuss für die gemeinsame Zentralklinik des Landkreises Aurich und der Stadt Emden. Die neue Großklinik, die auf einem 36 Hektar großen Areal in Uthwerdum gebaut wird, soll 2029 ihren Betrieb aufnehmen und die stationäre Gesundheitsversorgung der Region nachhaltig auf hohem Niveau stärken. Mit der Zentralklinik Ostfriesische Meere entsteht ein Krankenhaus, das langfristig eine moderne Gesundheitsversorgung in Ostfriesland sichert und Raum für innovative Entwicklungen bietet, deren wichtigstes Ziel das Wohl der Menschen in der Region ist.
Für erstklassige Versorgung in der Region
Namensgebend für die neue Gesellschaft ist das EU-Vogelschutzgebiet „Ostfriesische Meere“. Das Gebiet besteht aus den drei flachen Binnenseen Großes Meer, Hieve und Loppersumer Meer nordöstlich von Emden sowie einem Ausschnitt der umgebenden Niederung in den Ostfriesischen Marschen und der Geest. So liegt es zugleich auf dem Gebiet des Landkreises Aurich und auf dem Stadtgebiet Emdens. „Der Name symbolisiert die starke Verbindung zwischen Stadt Emden und Landkreis Aurich – eine Verbindung, die nicht nur geografisch, sondern auch in der Gesundheitsversorgung immer enger wird. Die Zentralklinik wird eine erstklassige Versorgung in der Region sichern und mit dem neuen Namen auch über die Grenzen Ostfrieslands hinaus für Aufmerksamkeit sorgen“, ergänzt Oberbürgermeister Tim Kruithoff, damals Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Während das Gebiet selbst mit seiner Natürlichkeit punktet, besticht der Name mit positiv besetzten Begriffen: Ostfriesisch steht für eine gemütliche, norddeutsche Lebensart, während das Meer Sehnsuchtsort vieler potenzieller neuer Mitarbeiter ist. Als zentrale Klinik dieses Gebiets steht das neue Großkrankenhaus für Kompetenz, Leistung und Sicherheit. So schafft der neue Name Vertrauen und wirkt auch über die Grenzen der Region attraktiv.
Ministerbesuch auf der Baustelle
Der Niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi besuchte am 30. April 2025 das Baufeld der Zentralklinik Ostfriesische Meere, um sich einen Eindruck von den Projektfortschritten zu verschaffen. Er machte deutlich, dass die Bündelung der medizinischen Fachabteilungen in der neuen Zentralklinik der richtige Weg sei und auch einen erheblichen qualitativen Fortschritt für die Notfallversorgung der Region bedeute. „Indem alle medizinischen und personellen Ressourcen der bestehenden drei Kliniken an einem Ort konzentriert werden, können diese unverzüglich für das Wohl der Patienten eingesetzt werden“, so der Minister.
„Wir freuen uns über die große Unterstützung, die wir vom Land Niedersachsen und Minister Philippi erfahren“, betonte Geschäftsführer Dirk Balster der als langjähriger Berater und Geschäftsführer von großen Krankenhäusern die Konzentration der stationären Versorgungslandschaft als Erfolgsvoraussetzung für die Erhaltung einer guten, flächendeckenden Versorgung gerade auch im ländlichen Raum ansieht.
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In den nächsten vier Jahren entwickelt sich das Krankenhaus Seelow weiter zu einem Gesundheitscampus als zentraler Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Neben einem Krankenhaus der Grundversorgung wird es ein umfassendes Angebot an ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen geben.
Ein bedeutender Schritt für die medizinische Versorgung in der Region ist vollzogen: Am 12. Juni dieses Jahres wurden die finalen Verträge zur Fusion von Klinikum Stadt Soest und Marienkrankenhaus Soest unterzeichnet und notariell beurkundet. Inzwischen ist die Fusion der beiden Soester Krankenhäuser vollzogen: Aus dem Marienkrankenhaus Soest und dem Klinikum Stadt Soest wurde das Christliche Klinikum Soest (CKS). Zentralisierungen von medizinischen Angeboten werden ab Herbst erfolgen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die AGAPLESION gAG planen vor dem Hintergrund der Krankenhausstrukturreform eine Kooperation von Klinikum Darmstadt und AGAPLESION ELISABETHENSTIFT. Unter dem Dach einer neuen Holding soll aus den beiden Darmstädter Krankenhäusern ein gemeinsames neues Krankenhaus an den beiden Traditions-Standorten entwickelt werden. Die Vertragsverhandlungen sind an einem entscheidenden Punkt.
Südwestsachsen steht, wie viele andere Regionen auch, vor signifikanten Herausforderungen: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, steigende Gesundheitskosten und die Notwendigkeit der Integration innovativer Technologien in die Patientenversorgung. Die demografische Entwicklung bis zum Jahr 2030 offenbart zudem in Bezug auf die Bevölkerungsdynamik signifikante Unterschiede zwischen urbanen Zentren wie Dresden und Leipzig einerseits und der Region Südwestsachsen andererseits, zu der die Landkreise Vogtland, Erzgebirge, Mittelsachsen, Zwickau sowie die kreisfreie Stadt Chemnitz gehören.
Zum 2. Mai 2025 hat die Sana Kliniken AG die Muldentalkliniken-Gruppe mit den Standorten in Grimma und Wurzen sowie die Servicegesellschaft Muldental gGmbH und die Soziale Dienste Muldental gGmbH übernommen. Über 800 Mitarbeitende versorgen an den beiden Akutkliniken mit über 290 Planbetten und dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) mit drei Standorten und zwölf Arztsitzen 43.000 Patientinnen und Patienten jährlich. Mit der Übernahme entsteht ein leistungsfähiger Medizinverbund im Landkreis Leipzig, der die vier Klinikstandorte in Borna, Zwenkau, Grimma und Wurzen verbindet und darüber hinaus langfristig sichert und weiterentwickelt.
Das Brüderkrankenhaus St. Josef und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift sind zum Christlichen Klinikum Paderborn fusioniert. Darüber freuen sich Julia Wieland, Siegfried Rörig und Martin Wolf aus der Geschäftsführung, PD Dr. Torsten Meier als Ärztlicher Direktor und Daniela Siedhoff, stellvertretende Pflegedirektorin (v.l.).
Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) wird die Strukturen der Krankenhauslandschaft in Deutschland sowie die Strukturen der Krankenhäuser selbst deutlich verändern. Ob es sein Ziel erreicht, die flächendeckende Versorgung zu sichern und eine hochwertige Qualität der medizinischen Versorgung zukunftsfest zu gestalten, wird sich in der Umsetzung in den kommenden Jahren noch erweisen.
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