BRÜDERKRANKENHAUS ST. JOSEF UND EV. KRANKENHAUS ST. JOHANNISSTIFT SIND JETZT DAS CHRISTLICHE KLINIKUM PADERBORN
von
VKD
Das Brüderkrankenhaus St. Josef und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift sind zum Christlichen Klinikum Paderborn fusioniert. Darüber freuen sich Julia Wieland, Siegfried Rörig und Martin Wolf aus der Geschäftsführung, PD Dr. Torsten Meier als Ärztlicher Direktor und Daniela Siedhoff, stellvertretende Pflegedirektorin (v.l.).
Die Verschmelzung des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn und des Ev. Krankenhauses St. Johannisstift war Anfang Juni 2025 amtlich: Die beiden Krankenhäuser sind seitdem das Christliche Klinikum Paderborn mit zwei Betriebsstätten.ie meist hohe bis höchste Defizite haben.
„Wir haben drei Jahre lang intensiv auf dieses Ziel hingearbeitet und sind froh, dass wir es planmäßig erreicht haben“, sagt Siegfried Rörig, der zusammen mit Julia Wieland, neu im Team, und Martin Wolf die Geschäftsführung des Christlichen Klinikums Paderborn übernommen hat. Das Trio blickt optimistisch in die Zukunft. „Mit diesem Schritt sichern wir langfristig eine hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung“, so Wolf.
Der Schritt zur Fusion geschieht vor dem Hintergrund der politisch gewollten Gründung von starken Verbünden. „Der Landeskrankenhausplan NRW setzt auf Koordination und Kooperation. Nur so lassen sich die bevorstehenden demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen meistern“, betont Julia Wieland.
Strategisch ist das Christliche Klinikum Paderborn wie folgt aufgestellt: Abteilungen, in denen planbare Eingriffe und Behandlungen stattfinden, sind an der Betriebsstätte Krankenhaus St. Johannisstift zusammengefasst. So befindet sich an der Reumontstraße unter anderem die Klinik für Orthopädie, spezielle orthopädische Chirurgie und Sportmedizin.
Christliches Klinikum Paderborn
Das Christliche Klinikum Paderborn hat 598 Betten, davon 446 in der Betriebsstätte Brüderkrankenhaus St. Josef, und 152 Betten in der Betriebsstätte Krankenhaus St. Johannisstift. Knapp 2.000 Mitarbeitende versorgen rund 33.000 stationäre Patienten jährlich, sowie 60.000 ambulante Patienten. Beschäftigt werden etwa 1000 Pflegefachkräfte und 400 Frauen und Männer aus medizinisch-technischen Berufen. An den beiden Betriebsstätten arbeiten 250 Ärztinnen und Ärzte. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen sich auf Berufe in der Verwaltung, der Technik und des Verpflegungsmanagements.
Die Klinik mit derzeit 40 Betten ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Chefarzt Prof. Dr. Christoph Windisch und sein Team setzen schwerpunktmäßig künstliche Knie- und Hüftgelenke ein. „Als einzige Einrichtung in der Region bieten die Orthopäden an der Reumontstraße auch so genannte Wechseloperationen an, denn künstliche Gelenke können verschleißen“, erklärt PD Dr. Torsten Meier, Ärztlicher Direktor des Christlichen Klinikums Paderborn. In direkter Nachbarschaft zur Orthopädie, einen Flur weiter, ist die Klinik für Geriatrie mit demnächst 60 Betten. Meier: „Chefärztin Tülay Asbai und ihr Team sichern die ärztliche Versorgung betagter und hochbetagter Patienten.“ Die beiden Kliniken ergänzen sich perfekt: Senioren haben nach Knochenbrüchen oder Gelenkersatzoperationen oft besondere Bedarfe, die gemeinsam von Orthopäden und Geriatern abgedeckt werden. Zur Klinik für Geriatrie gehört auch eine Tagesklinik.
Der Paderborner Dom spiegelt sich im klaren Wasser der Pader und zeigt sich von seiner ruhigsten Seite.
Die Betriebsstätte Brüderkrankenhaus St. Josef ist Anlaufstelle für die Notfallversorgung und bleibt wichtige Adresse für chirurgische, urologische, kardiologische und pneumologische Patienten. „An der Husener Straße steht unter anderem die Versorgung unserer an Krebs erkrankten Patienten im Fokus“, so Rörig. Hier befinden sich das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Onkologische Zentrum mit den Organzentren bei Darm- und Pankreaskrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs und Blutkrebs. Menschen mit Tumorerkrankungen bekommen an der Betriebsstätte Brüderkrankenhaus St. Josef sowohl konservative als auch operative Therapien. „Alle Spezialisten arbeiten wie gewohnt eng und fächerübergreifend zusammen“, ergänzt Wolf.
An der Husener Straße operieren Urologen, Bauchchirurgen und Thoraxchirurgen mit dem robotergestützten Da Vinci-Operationssystem. Die robotische Chirurgie wird an der Betriebsstätte Brüderkrankenhaus demnächst weiter ausgebaut.
Doppelvorhaltungen ausgeschlossen
Doppelvorhaltungen sind durch die Aufteilung in ein „Elektivhaus“ mit planbaren Operationen und Behandlungen und in ein „Akuthaus“ mit der Versorgung von Patienten, die unvorhergesehene Operationen benötigen, ausgeschlossen. Geschäftsführerin Julia Wieland, zuständig für Personal, sieht darin Vorteile: „Wir bündeln unsere Kräfte und unsere Stärken. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig.“ Mit der Verschmelzung der beiden Häuser erhöhe man die Attraktivität als Arbeitgeber und biete allen Kolleginnen und Kollegen Entwicklungsperspektiven.
Christlich-ökumenisches Profil sehr wichtig
Für alle Verantwortlichen hat das christlich-ökumenische Profil des neuen Klinikums eine hohe Bedeutung. „Wir haben die caritativen und die diakonischen Wurzeln beider Partner übereinandergelegt und modernisiert“, sagt Rörig.
Zur BBT-Region Paderborn / Marsberg gehört neben dem Christlichen Klinikum Paderborn auch das St.-Marien-Hospital Marsberg mit 100 Betten. Zwei Bildungseinrichtungen mit insgesamt 900 Auszubildenden bieten Ausbildungsplätze für Pflegefachkräfte und Pflegeassistentinnen an, außerdem für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Zur BBT-Region Paderborn / Marsberg gehören darüber hinaus vier medizinische Versorgungszentren, ein Betriebsarztzentrum sowie der Krankenhauslogistiker paderlog.
Das sind wir! Etwa 200 Mitarbeiterinnen der insgesamt 2.000 Mitarbeiterinnen des Christlichen Klinikums Paderborn haben sich zum Jubeln zusammengefunden.
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