LERN- UND ARBEITSZENTRUM MIT HOCHMODERNEN VORAUSSETZUNGEN FÜR STUDIUM, AUS-, FORT- UND WEITERBILDUNG IN DER MEDIZIN
von
VKD
Vom Lernen zum Wissen, vom Wissen zum Verstehen, vom Verstehen zum Handeln: Das Studierendenhaus am Campus Klinikum Bielefeld steht seit Ende März dieses Jahres zur Vernetzung von Lehre, Forschung und Krankenversorgung in der curricularen Lehre im Bielefelder Modellstudiengang Medizin bereit. Angehende Medizinerinnen und Mediziner aus ganz OWL finden auf 2.044 Quadratmetern moderne Hörsäle und Seminarräume, eine eigene Mensa, ein Skills Lab mit Trainings-Schockraum zur Simulation von Notfallsituationen, eine Core Unit Labor sowie eine digitale Bibliothek.
Klinikum Bielefeld
Die Klinikum Bielefeld gem. GmbH betreibt mit ihren Tochtergesellschaften die drei Krankenhäuser Klinikum Bielefeld – Mitte, Klinikum Bielefeld – Rosenhöhe und Klinikum Bielefeld – Halle (Westf.). Gesellschafterinnen sind die Stadt Bielefeld und die Stadt Halle (Westf.). An den drei Standorten sichern mehr als 3.000 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Pro Jahr werden in den über 30 Fachkliniken und den Instituten des Klinikums mehr als 45.000 stationäre und über 100.000 ambulante Patientinnen und Patienten behandelt (Jahr 2024). Insgesamt verfügt das Klinikum über mehr als 1.100 Betten.
Nach einer Bauzeit von 28 Monaten wurde das Studierendenhaus „EduLab“ am Mittwoch, dem 26. März 2025, feierlich eingeweiht. Das hochmoderne Ausbildungsgebäude auf der Südostseite des Klinikums Bielefeld-Mitte verankert die medizinische Ausbildung nun sichtbar auf dem Campus Klinikum Bielefeld und verknüpft curriculare und extracurriculare Lehre in der Medizin: Das viergeschossige Gebäude, das über eine Grundfläche von 2.044 Quadratmetern verfügt, teilt sich auf in einen modularen Hörsaal, eine digitale Bibliothek, neun Seminarräume, vier Trainingsräume sowie einen Trainings-Schockraum zur Simulation von Notfallsituationen und begleitender Kommunikation, eine Core Unit Labor sowie eine Mensa. Die aufeinander aufbauende Vernetzung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung spiegelt sich in einem Ebenen-bezogenen Nutzungskonzept:
UG: Core Unit Labor mit patientennaher klinisch-wissenschaftlicher Forschung
EG: Großer Hörsaal und Mensa, auch als Veranstaltungsort nutzbar
OG: Räume und Bibliothek für interdisziplinäres, interprofessionelles Lernen mit einem Fokus auf Tumormedizin „Der Entstehungsprozess dieses Gebäudes zeugt von dem, was es auch in Zukunft sein soll: Verantwortung und Gestaltungskraft gepaart mit Bodenständigkeit, Nachhaltigkeit und Regionalität. Ich bin beeindruckt von der zukunftsweisenden Technik, der funktionalen Konzeption und der inspirierenden Lernatmosphäre, die hier auf dem Campus Klinikum Bielefeld geschaffen wurde“, betonte Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld, anlässlich der Eröffnung. „Das Studierendenhaus soll zum regional prägenden Ort für neue Formen der Zusammenarbeit über Fach- und Berufsgruppengrenzen hinweg in der medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung werden. Dieses Gebäude wurde finanziert als Gemeinschaftsprojekt der Universität Bielefeld, aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, der Gesellschafter der Städte Bielefeld und Halle (Westf.), des Klinikums Bielefeld und besonders durch den Förderkreis Klinikum Bielefeld bzw. engagierter Unternehmen und Institutionen aus der Region. Dafür sind wir sehr dankbar, und vor allem wird dieser neu geschaffene Lernort den Klebeeffekt der Medizinstudierenden für die Region unterstützen! Aufgrund der exzellenten Ausstattung kann es auch überregional einen bedeutenden Raum für lebenslanges berufliches Lernen in der Medizin bieten.
Seit 2021 ist das Klinikum Bielefeld als Campus Klinikum Bielefeld der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld Teil des Universitätsklinikums OWL. Die Medizinstudierenden aus Bielefeld sollen nun im neuen Gebäude am Klinikum einen attraktiven Ort zum Lernen und Arbeiten vorfinden.
„Medizin ist Handwerk, ist Wissenschaft, ist Kunst – all diese Facetten kommen in den Lernangeboten des Studierendenhauses zum Tragen, im Skills Lab zur klinisch-praktischen Ausbildung, in der Core Unit Labor zur klinisch-wissenschaftlichen Qualifizierung, und vor allem auch in der Verankerung der Tumorkonferenzen – räumlich zukünftig angesiedelt im 2. Obergeschoss des Studierendenhauses mit wegweisenden technischen Möglichkeiten zur Kommunikation – in die klinische Ausbildung. Was mehr kennzeichnet Medizin als Kunst als die Fortschritte einer interdisziplinär und interprofessionell gelebten, regional und intersektoral vernetzten, konsequent am Patientenwohl ausgerichteten Tumormedizin! Das Studierendenhaus unterstützt auf diese Weise ganz konkret und nachhaltig den Weg, Lernen in Wissen zu verwandeln, Wissen in Verstehen, und Verstehen dann in verantwortungsbewusste Handlungsfähigkeit zu übersetzen“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Dorothea Stahl, Direktorin für universitäre Medizin am Klinikum Bielefeld, anlässlich der feierlichen Eröffnung.
Das Skills Lab und die Core Unit Labor– Ausbildung in klinisch-praktischer und klinisch-wissenschaftlicher Medizin
Der Begriff „Skills Lab“ steht für speziell ausgestattete Unterrichtsräume, in denen die Studierenden praktische Fähigkeiten einüben können. In einem Skills Lab lassen sich realitätsnah Situationen aus dem Klinikalltag simulieren und trainieren. Im Skills Lab des Studierendenhauses wird Medizinstudierenden im Verlauf ihres Studiums sowie zu Beginn ihrer Tätigkeit als Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung ermöglicht, praxisrelevante Fähigkeiten („Skills“) zu erwerben, die sie optimal auf die Übernahme von Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten vorbereiten.
Das Skills Lab des Studierendenhauses wurde mit Spenden finanziert, die der Förderkreis Klinikum Bielefeld zusammengetragen hat. Für die Ausstattung dieser innovativen Trainingseinrichtung sind bisher 357.870 EUR an Geld- und Sachspenden zusammengekommen. Weitere Geräte sollen ebenfalls durch Spenden ermöglicht werden.
Im Untergeschoss des Studierendenhauses beeindruckt die Core Unit Labor mit modernster labortechnischer Ausstattung für klinisch-wissenschaftliches Arbeiten. Hier werden unter engmaschiger Begleitung durch Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern aus alltagsnahen klinischen Fragestellungen wissenschaftliche Laborexperimente. Angehende Medizinerinnen und Mediziner können hier ihre im Bielefelder Modellstudiengang vorgesehenen Forschungsvorhaben beginnen und vorantreiben sowie in kleinen Teams weiterentwickeln und erweitern, bis hin zu einer sich an die Forschungsarbeit anschließenden Promotionsarbeit.
In Zukunft: Hausgemachte Medizinerinnen und Mediziner aus Bielefeld
Zum Wintersemester 2021/2022 haben erstmals 60 Studierende ihr Studium der Medizin an der Medizinischen Fakultät OWL aufgenommen. Derzeit lernen vier Jahrgänge mit in Summe 240 Studierenden und im Oktober 2025 starten erstmalig 120 Studierende gleichzeitig. Im Oktober 2026 werden bereits 300 neu Startende erwartet, so dass zum Wintersemester 2030/2031 in fünf parallelen Jahrgängen 1.500 Medizinstudierende in Bielefeld lernen werden. Klinikum Bielefeld / pb-redaktion
OG: Klinisch-praktische Ausbildung mit Fokus auf Notfallmedizin und Kommunikation im Skills Lab
Patientinnen und Patienten, vor allem saarländischer Kliniken, sollen ab Ende 2025 virtuell mit ihrem Krankenhaus über ein gemeinsam betriebenes Patientenportal Daten und Informationen austauschen können. Nicht individuelle Portale, sondern eine einheitliche Plattform mit eigenem Logo soll den Datenaustausch erleichtern.
Die Zentrale Ausbildungsstätte für Pflegeberufe (ZAfP) am Klinikum Worms, die gemeinsam mit der Stadtklinik Frankenthal und dem Kreiskrankenhaus Grünstadt betrieben wird, führt ab Herbst dieses Jahres Virtual-Reality-Brillen in den Unterricht ein. Diese zukunftsweisende Technologie eröffnet eine neue Dimension des Lernens und ermöglicht den Auszubildenden, pflegerische Situationen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Dies steigert die Attraktivität der Ausbildung erheblich und fördert die Handlungssicherheit der angehenden Pflegefachkräfte.
Einen Film schauen und dabei entspannt eine OP überstehen? Klingt ungewöhnlich, ist aber am Städtischen Klinikum Dresden Realität. Mit Videobrillen und Tablets wird dafür gesorgt, dass Patienten weniger Stress vor und während eines Eingriffs empfinden – und in vielen Fällen sogar auf eine Vollnarkose verzichten können.
Am 3. Juli dieses Jahres fand das Richtfest für das zukunftsweisende Wohnprojekt der Zollernalb Klinikum Immobilien gGmbH am Balinger Stutzenweiher statt. Mit dem Bau von 36 modernen, lichtdurchfluteten Wohneinheiten sowie einer Gewerbeeinheit auf einer Fläche von 2.790 m² entsteht dringend benötigter Wohnraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zollernalb Klinikums.
Die Mühlenkreiskliniken gehen neue Wege in der Arzneimitteltherapie für Kinder. Seit Juni 2024 verfügt die Zentralapotheke über einen 3D-Drucker der Firma Curifylabs. Der sogenannte „Pharmaprinter“ ermöglicht die patientenindividuelle Herstellung von Tabletten, die von Konsistenz und Geschmack an Gummibärchen erinnern. Dieses neue Verfahren bietet vor allem in der pädiatrischen Arzneimitteltherapie erhebliche Vorteile, da es eine exakte Dosierung selbst kleinster Wirkstoffmengen erlaubt.
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