VKD-Newsletter - 40. KW 2021

Unsere aktuellen Themen: Zum X-ten Mal: Wir brauchen ein Zukunftsprogramm deutsches Krankenhaus! | Neuwahl des VKD-Präsidiums | Neues aus der Landesgruppe Hessen | Jahrestagung der Fachgruppe Psychiatrische Einrichtungen | E-Learning-Kurse für Ihre gesamte medizinische Belegschaft

Unsere aktuellen Themen:

  • Zum X-ten Mal: Wir brauchen ein Zukunftsprogramm deutsches Krankenhaus!
  • 104. VKD-Mitgliederversammlung und Neuwahl des VKD-Präsidiums
  • Neues aus der Landesgruppe Hessen
  • Jahrestagung der Fachgruppe Psychiatrische Einrichtungen
  • E-Learning-Kurse für Ihre gesamte medizinische Belegschaft

Zum X-ten Mal: Wir brauchen ein Zukunftsprogramm deutsches Krankenhaus!

VKD: Wichtige Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung dürfen nicht länger verschleppt werden

Berlin, d. 5. Oktober 2021. Kein Problem wird gelöst, indem man es auf die lange Bank schiebt. Im Bereich der Krankenhäuser war es die Taktik – oder war es sogar eine Strategie – der Politik in Bund und Ländern, wichtige Entscheidungen zu verschleppen, Vorschläge und Kritik der Praktiker in den kaufmännischen Geschäftsführungen vielfach zu ignorieren. Inzwischen „brennt aber die Luft“, und es ist allerhöchste Zeit, dass die Krankenhausversorgung zukunftsfest gestaltet wird. „Kleine Schritte, halbherzige Regelungen, das Ignorieren der angespannten Situation, Vorschläge, die eine kalte Reduzierung von Klinikstandorten als Problemlösung darstellen, bedeuten eine fahrlässige Gefährdung der flächendeckenden Versorgung. Sie dürfen keine Option einer künftigen, verantwortlich handelnden Regierungskoalition sein“, mahnt der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands, Dr. Josef Düllings.

Schon im Jahr 2018 forderte der VKD einen „Masterplan Zukunft deutsches Krankenhaus“. Eine Reaktion der Politik blieb aus – dröhnendes Schweigen. Schon im Jahr 2016 hat der Verband gefordert, für die zwingend notwendige Digitalisierung der Krankenhäuser ein Programm mit der entsprechenden Finanzierung vom Bund zu erarbeiten. Auch hier – zwar Zustimmung, aber Null Reaktion, bis die Pandemie allen dann demonstriert hat, dass dies ein eklatantes Versäumnis war. Im vorigen Jahr wurde dann mit dem Krankenhauszukunftsgesetz erstmals ein nennenswerter Betrag dafür zur Verfügung gestellt – nicht unerheblich, aber bei Weitem auch nicht genug angesichts der jahrelang zu geringen Mittel für die Investitionen der Krankenhäuser durch die Länder, die hier fortlaufend ihre gesetzliche Pflicht ignoriert haben. Weiterlesen»

104. VKD-Mitgliederversammlung und Neuwahl des VKD-Präsidiums

Lage der Krankenhäuser wird sich weiter verschärfen

VKD-Präsident Dr. Josef Düllings: In dieser Zeit ist ein starker Verband der Praktiker besonders wichtig


Berlin, d. 1. Oktober 2021. „Wohl niemand von uns glaubt, dass die Zeiten für die Krankenhäuser einfacher werden, wenn die Corona-Pandemie erst einmal eingedämmt ist. Wir stehen schon länger vor komplexen, zum Teil existenziellen Herausforderungen für die Krankenhäuser. Angesichts der politischen Situation, des Agierens der Krankenkassen und der wirtschaftlichen Lage insgesamt werden sie sich in den kommenden Monaten aber noch weiter deutlich verschärfen.“ Darauf stimmte VKD-Präsident Dr. Josef Düllings die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Verbandes heute Vormittag in Berlin ein. Zu der schwierigen Lage habe die Pandemie verstärkend beigetragen. Dazu hätten aber vor allem auch die Politik und die Krankenkassen in den vergangenen Jahren massiv beigetragen. Mehr denn je brauche es einen starken Verband, der sich für die Krankenhäuser, ihre Mitarbeiter und vor allem für die Patienten mit aller Kraft einsetze.

In der heutigen 104. Mitgliederversammlung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands ging es um Entwicklungen in der aktuellen Gesundheitspolitik, um die Aktivitäten des Verbandes in den vergangenen zwei Jahren, in denen die Mitgliederversammlung nicht stattfinden konnte, aber auch um die Positionen des immerhin seit 118 Jahren bestehenden Verbandes des kaufmännischen Managements der Krankenhäuser, von Rehabilitationskliniken und Pflegeheimen. Weiterlesen»

Vorankündigung

Die 64. VKD-Jahrestagung und 105. VKD-Mitgliederversammlung finden am 25. und 26. April 202 in Leipzig statt. Bitte merken Sie sich den Termin bereits schon jetzt vor. 

Neues VKD-Präsidium Bildunterschrift v. l. n. r.: Bernd Decker, Geschäftsführer, DRK Trägergesellschaft Süd-West mbH; Wolfram Firnhaber, Stellv. Vorstandsvorsitzender, Bezirkskliniken Schwaben; Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer, St. Vincenz-Krankenhaus GmbH; Angela Krug, Geschäftsführerin, Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH; Dr. Falko Milski, Prokurist, Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH; Andreas Schwab, Geschäftsführer, Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH, es fehlt Peter Asché, Kaufm. Direktor, Uniklinikum Aachen

Neues aus der Landesgruppe Hessen

Die Transformation des Krankenhauses kann nur gemeinsam gelingen

Veröffentlicht am 24. September 2021, f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus

"Wie viel Krankenhaus braucht das Land?" Antworten auf diese Frage suchte der VKD Hessen am 22. und 23. September in Fulda. Die wichtigsten Aussagen des zweiten Tages im Überblick:

Kliniken fürchten sinkende Fallzahlen und leere Kassen

Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser droht sich spätestens 2022 deutlich zu verschlechtern. Gesundheitsökonom Andreas Beivers warnte vor neuen Kostendämpfungsgesetzen nach der Wahl und erwartet, dass der Druck in den Budgetverhandlungen deutlich steigen wird (siehe auch Artikel aus f&w 7/21: "Reise nach Jerusalem mit wenig Stühlen" auf BibliomedManager.de). Auch Heiko Müller von der Hessen-Agentur zeigte anhand aktueller Zahlen, dass die Fallzahlenentwicklung in den Krankenhäusern des Bundeslandes noch immer rückläufig ist - Stand jetzt rund 7 Prozent unter den Werten von 2019.

Mehr Unterstützung für den Strukturwandel

Deutschland hat (zu) viele Krankenhauskapazitäten - aber der Weg zu einer bedarfsgerechten Versorgungslandschaft ist im Großen wie im Kleinen ein Kraftakt. Kliniken, KVen und alle anderen Akteure brauchen neue Spielräume, um die Versorgung vor Ort neu zu gestalten. Erika Raab vom Klinikum Groß-Gerau hat gegen viele Widerstände aus Politik und Bevölkerung 2019 eine Geburtshilfe schließen müssen. Nun will sie das Krankenhaus in ein Gesundheitszentrum umwandeln. Was politisch gewollt ist, ist derzeit aber nur schwer umsetzbar, Prävention beispielsweise wird nicht bezahlt, so Raab. Ihr Wunsch: Ein (Regional)Budget sollte bei ihr das mengenbasierte Fallpauschalensystem ablösen.

Gemeinsam zum Wohl des Patienten

In Frankfurt-Höchst wollten Krankenhaus und KV gemeinsam eine Lösung für die Notfallversorgung finden - und das ist ihnen auch gelungen. Der "Höchster Tresen" hat es sogar in den Koalitionsvertrag von CDU und Grünen in Hessen geschafft, berichtete Chefarzt Dr. Friedrich Peter Petersen. Das Projekt ist ein hessisches Musterbeispiel für die gelungene Kooperation von Krankenhaus und Niedergelassenen, von dem vor allem die Patienten profitieren. In Höchst entscheiden die Ärzte des Krankenhauses und des Ärztliche Bereitschaftsdiensts gemeinsam, ob der Patient ambulant oder stationär versorgt werden soll. Die Notaufnahme des Krankenhauses wurde so um rund ein Drittel entlastet.

Vermeintlich "bewährte Strukturen" haben ausgedient

"Die Schließung eines Krankenhauses war jahrzehntelang die falsche Antwort auf eine richtige Frage", sagte Dr. Roland Strasheim, Hauptabteilungsleiter der AOK Hessen. Entscheidend sei, wie man die Versorgung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und mit guter Qualität in der Region sicherstellen könne - und wie es endlich gelingen kann, dass der Patient im Gesundheitssystem souverän seine eigenen Entscheidungen trifft. Die vermeintlich "bewährten Strukturen" haben ausgedient, betonte Strasheim. Er plädierte für ein abgestuftes Versorgungsmodell, von der Basisversorgung bis zur hochkomplexen Medizin. In diesem Zielbild seien sich Kliniken und Kassen einig, nun müsse endlich gehandelt werden, "sonst drohen Kostendämpfungen und Leistungsrestriktionen". Sanktionen sollten dabei allerdings nur das letzte Mittel sein, wichtiger sei der gemeinsame Wille, etwas zu bewegen.

Die Länder wollen stärker steuern

Die Krankenhäuser haben in der Pandemie außerordentliches geleistet, unterstrich Ben Michael Risch, Referatsleiter im hessischen Sozialministerium. "Der Krankenhaussektor läuft." Dieser gute Ruf werde bei den zu erwartenden Verteilungskonflikten helfen. Eine kalte Marktbereinigung könne aber nur verhindert werden, wenn alle Akteure zusammen arbeiten. Risch unterstrich, dass auch Hessens Krankenhäuser klare Rollen und Aufgaben zugewiesen bekommen sollen - gemeinsam mit dem ambulanten Bereich. Das Zusammenspiel mit dem Bund gestaltet sich dabei nicht immer einfach. So passt beispielsweise das Zentrumskonzept des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nicht zum bisherigen hessischen Weg, etwa in der Geriatrie und Onkologie. Das Land drängt zudem darauf, Bereiche wie die Kinderheilkunde aus der DRG-Finanzierung herauslösen - Stichwort Vorhaltefinanzierung. Risch betonte, dass das Land aber nicht alles regulieren wolle, die Krankenhäuser sollen weiter genug Gestaltungsspielraum und Freiheiten behalten. (fa)

Vorankündigung

Die nächste Jahrestagung des VKD Hessen findet am 5. und 6. Oktober 2022 in Nordhessen statt.

Neuer Landesvorstand Hessen Bildunterschrift: Der im Rahmen der 70. Jahrestagung am 22. September 2021 neu gewählte Vorstand der VKD Landesgruppe Hessen für die Legislatur bis 2024: von links nach rechts: Andreas Schwab (stellv. Vorsitzender), Erbach, Dr. Dirk Fellermann, Bad Nauheim, Barbara Robert, Fritzlar, Hubert Connemann (Vorsitzender), Limburg, Martin Engelhardt, Weilmünster. Es fehlt Volkmar Bölke, Hanau.

Quelle: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6847073002488692736/

Jahrestagung der Fachgruppe Psychiatrische Einrichtungen

„Die aktuelle Situation und wie wir damit umgehen“

Datum: 21. - 22. Oktober 2021 | Ort: München

In diesem Jahr möchten wir uns gemeinsam mit der aktuellen Situation auseinandersetzen und dem Umgang damit. Wir laden Sie herzlich ein, sich am 21. und 22. Oktober 2021 im kbo-Isar-Amper-Klinikum Region München-Haar über die aktuellen und interessanten Themen zu informieren und miteinander zu diskutieren.

Da wir die Präsenzveranstaltung unter den derzeit aktuellen Corona-Bedingungen organisieren, gibt es momentan eine limitierte Anzahl an Plätzen. Daher bieten wir alternativ an, die gesamte Veranstaltung per Live-Stream zu verfolgen. Auch möchten wir darauf hinweisen, dass die Veranstaltung aufgrund der Vor-gaben nur unter Vorbehalt geplant wird.

Bitte melden Sie sich bis spätestens 5. Oktober 2021 mit dem Formular an. Die Anmeldung ist verbindlich. Eine kostenfreie Stornierung ist bis zum 5. Oktober 2021 vor der Veranstaltung möglich. Die Teilnahmegebühren können dem Formular entnommen werden. Sollte die Veranstaltung nicht wie geplant stattfinden, werden wir Sie rechtzeitig darüber informieren.

Für Ihre Hotelbuchung haben wir das Motel-One in München-Haidhausen, nicht weit entfernt vom Veranstaltungsort, ausgewählt. Dort können Sie mit dem Reservierungsformular ein Zimmer aus unserem vorreservierten Kontingent selbst buchen.

Alle Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte den Unterlagen:

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:

Holger Höhmann
Fachgruppenvorsitzender

Telefon: +49 2173 102500-0
E-Mail: holger.hoehmann@lvr.de

E-Learning-Kurse für Ihre gesamte medizinische Belegschaft

Die letzten anderthalb Jahre der Coronapandemie haben uns so deutlich wie nie zuvor gezeigt, dass unsere Kliniken in besonderem Maß von digitalen Angeboten, nicht zuletzt im Bereich der Fort- und Weiterbildung, profitieren können.

Aus diesem Grund möchten wir Sie heute auf die E-Learning-Kurse unseres Kooperationspartners meduplus aufmerksam machen. Nie zuvor war es leichter für Kliniken in digitale Angebote einzusteigen. Die hochspezialisierten Kurse von meduplus können gänzlich ohne aufwändige Installation von Hard- und Software genutzt werden. Abteilungsspezifische Reportings über Lernstand bei Pflichtunterweisungen und Spezialkursen inklusive. Der Einstieg Ihres Hauses ins elektronische Lernen wird durch einen unkomplizierten und kosteneffizienten Zugang zu digitaler Fortbildung ermöglicht.

Der Zugriff Ihrer Mitarbeiter auf digitale Lernangebote von meduplus wird über das Bring-Your-Own-Device-Prinzip (BYOD) erweitert: Mitarbeiter können die Kurse von allen stationären und mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Laptop, PC) gleichermaßen nutzen und verfügen so über die maximale Flexibilität beim Lernen.

Als VKD-Mitglied profitieren Sie von einem 20 %-igen Rabatt auf alle Kursangebote von meduplus. Sehen Sie sich anbei das aktuelle Kursprogramm an und nutzen Sie die Möglichkeit, mit meduplus sofort in die digitale Schulung einzusteigen. Sparen Sie Ressourcen, entwickeln Sie sich digital weiter und begeistern Sie Ihre Mitarbeiter durch eine nie dagewesene Flexibilität in der Fortbildung.

Nutzen Sie außerdem die Möglichkeit, jeden einzelnen Kurs aus dem Paket der Pflichtunterweisungen sowie aller anderen Kurse im meduplus-Portfolio zu individualisieren und an die spezifischen Anforderungen Ihrer Klinik anzupassen. Und sollten Sie bereits eine eigene Lernumgebung einsetzen, sind alle Kurse auch im SCORM-Format verfügbar. So können Sie das gesamte Kursangebot von meduplus auch nutzen, wenn Sie den ersten Schritt zur digitalen Weiter- und Fortbildung bereits gegangen sind.

Für mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Online-Fortbildung mit meduplus nutzen Sie gern den Flyer mit Rückantwortbogen oder wenden sich telefonisch (030 - 555 792 557) oder per Mail (info@meduplus.de) an das Team von meduplus.